Der Mann hinter Powerflasher: Carlo Blatz

Carlo Blatz ist kreativer Entwickler und zählt zu den Geburtshelfern der Flash-Bewegung in Deutschland. Mit seinem Unternehmen Powerflasher zeigt er wie sich Networking und Agenturarbeit geschickt verbinden lassen, indem man sich einen klaren Fokus setzt. Ausgezeichnet durch eine besonders mitarbeiterfreundliche und -fördernde Politik ist es vor allem auch das solide Wachstum, das sein Unternehmen auszeichnet.

Als normalsterblicher Nutzer des Internets mag es sein, dass man Carlo Blatz und sein Unternehmen Powerflasher (www.powerflasher.de) nicht kennt. Die Wahrscheinlichkeit, dass man bereits eines seiner Produkte wahrgenommen oder von seiner Expertise profitiert hat, ist hingegen jedoch ungemein hoch. Carlo ist einer der Männer der ersten Stunde des multimedialen Internets – ist er doch schon seit 13 Jahren mit von der Partie. Und kennt man Carlo, kommt man nicht umhin, ihn einfach zu mögen, weil er einer dieser verspielten, fröhlichen Menschen ist, die sich für ein Produkt noch richtig begeistern können. Eben einer dieser typischen iPhone-Nutzer, die einem beim Essen mit glänzenden Augen ihre neueste Applikation oder Software vorführen und einen mitreißen. Nicht allein aus Verkaufsinteresse, sondern zu einem großen Teil auch aus Begeisterung. Wenn er etwas zeigt, dann nicht etwa, um damit anzugeben, sondern weil es ihm Spaß macht und er es gerne mit anderen teilen möchte. Sein Spezialgebiet: Die Multimedia-Technik Flash. Wie ein Steve Jobs des Flash-Marktes versteht er es, andere für seine Ideen einzunehmen. Und mit dieser Fähigkeit, andere zu begeistern, gründete er dann auch Powerflasher, eine kreative Agentur, die sich erfolgreich auf multimediale Innovationen spezialisiert hat. Er selbst war einer der ersten Flash-Entwickler in Europa und hat sich als Buchautor sowie als Konferenz-Referent einen sehr guten Ruf in der Szene gemacht hat. Doch wie das bei Hobbies manchmal der Fall ist, wurde es irgendwann zu viel Arbeit für ihn allein und er musste sich entscheiden: Aufhören oder Andere einstellen, die ihm helfen? Die Antwort dürfte klar sein: Powerflasher war geboren. Doch mit dem Namen verbindet sich heute mehr, als nur jene Multimedia-Technologie, die vielen Menschen das Internet täglich bewegter und interaktiver macht. Metaphorisch lässt „Flash“ auch den Gedanken an Flash Gordon mitschwingen, eine Firma die eben einschlägt wie ein Blitz. Sieht man die Geschwindigkeit, mit der ihr Chef spricht und in die Tasten haut, hat der Name ohne Frage eine gewisse Berechtigung…

Carlo ist ein Teamplayer und schuf ein Unternehmen, das er organisch wachsen ließ. Bedurfte es eines Grafikers oder Programmierers, stellte er einen ein. Jedoch erst, wenn er wusste, dass er ihn auch langfristig beschäftigen könne. Vor allem ist er auch ein Netzwerker, der penibel darauf achtet, nirgendwo „Leichen“ zu hinterlassen. Seine gut 1.500 Kontakte bei Xing kennt er so ziemlich alle persönlich und kümmert sich rege um sein Netzwerk. Dabei verbindet er eine Salesman-Tätigkeit für die Produkte seines Unternehmens mit der helfenden Hand eines Experten – „What goes around, comes around“. Und dies offensichtlich mit Erfolg: Mittlerweile gibt es Powerflasher seit über zwölf Jahren und das Unternehmen weißt ein stätiges Mitarbeiter- und Umsatz-Wachstum auf. Wie ihm das gelungen ist? Durch einen klaren Fokus.

Lesson to Learn: Setze einen klaren Fokus für Deine Tätigkeit

Als Carlo 1997 professionell zu powerflashen anfing, begann er mit einer GbR. Erst vier Jahre später sollte der Wandel zur GmbH folgen. Denn zuvor gab es viele Schritte zu gehen. Oder eben manchmal auch Schrittchen. Mit jedem Projekt wuchs man und lernte dazu. Die Anfangsphase sollte eine Zeit der Improvisation werden, bei der man sehr kreativ war, viel Zeit und Spaß, aber gleichzeitig noch wenig Struktur aufwies. Mit zirka zehn Leuten, war man Teil einer flachen Hierarchie in der jeder noch alles mitbekommen konnte. Es war daher offensichtlich, dass eine klare Organisation geschaffen werden musste, als die Firma auf das Zweieinhalbfache gewachsen war. Zwei Teams entstanden und eine administrative Führung war nun neben einer Produktionsabteilung tätig. Ab 30 Mitarbeitern stellte man dann auf die heutige Struktur um und sah für die einzelnen Bereiche wie Grafik oder Programmieren (Flash, Java und WPF) jeweils eigene Teams vor, die dann über einen Leiter jeweils in der Unternehmensführung vertreten waren. Entscheidungen wurden so vereinfacht, aber auch dezentralisiert. Man verteilt die entsprechenden Aufgaben mittlerweile mit Blick auf bestimmte Meilensteine und öffnet sich für Neues. So entstanden zum Teil sogar neue Unternehmenszweige.

Der USP von Powerflasher liegt also bis heute ganz klar in der Konsequenz des Unternehmens und seines Geschäftsführers: Auch nachdem dieser durch das erste professionelle deutsche Flash-Buch bereits eine gesunde Bekanntheit erlangt hatte, beantwortete er noch in Foren weitere Fragen zum Thema. Es wurde fast nie off-topic geschrieben und ebenso wie er einer Menge Leute half, hat er auch selbst gelernt. Man sagt ja immer, dass man am besten lernt, wenn man anderen etwas erklärt. Dabei hat Carlo immer an Flash geglaubt, aber dennoch mit seinem Team auch in andere Technologien investiert, jedoch ohne es aktiv zu kommunizieren. „Wir waren die Agentur für Flash, haben uns aber natürlich auch für andere spannende Entwicklungen interessiert, schließlich will man ja unabhängig bleiben, um jeweils die richtige Lösung empfehlen zu können“, meint er dazu. Dadurch wird man jedoch auch einer ganz bestimmten Richtung zugeordnet, wie er heute merkt. Zum einen ist Flash selbst, aber auch die technologieübergreifende Kompetenz des Teams inzwischen bereits so breit und komplex, dass man sich weiter spezialisieren musste. Auch wenn die technologische Kernkompetenz immer noch Flash ist, gliedern sich die drei Geschäftsbereiche der Agentur technologieunabhängig in „Application Development“, „Human Interface Design“ und „Multimedia“. Man trägt also Flash weiter im Namen, will aber diese Vielseitigkeit mehr kommunizieren.

„Der beste Tipp, den ich jedem Gründer nur geben kann lautet: Fokussieren! Im Leben eines jeden Gründers gibt es viele verlockende Möglichkeiten, aber man sollte einen klaren Masterplan haben und nur danach entscheiden, welche einen wirklich dort hin bringen“, rät Carlo mit einem Blick, der zeigt, dass er selbst diese Entscheidungen treffen musste. Es ist ein Ausdruck, der Ernst und Zufriedenheit widerspiegelt, aber vielleicht auch ein klein wenig Wehmut. „Die strategische Reichweite entscheidet, nicht der kurzfristige Umsatz. Denn diese kann man später nicht mehr aufholen. Deswegen muss ein guter Manager beispielsweise auf schnelle 100.000 Euro verzichten können, weil er die langfristige Million fest im Blick hat.“ Dass dies auch mit Hürden verbunden sein kann, mag nicht überraschen. Investitionen für Forschung und kreativen Freiraum forderten ihren Tribut und Umstrukturierungen bei Powerflasher bedeuteten zum Teil einen krassen Wandel für das Team. Entsprechend groß war die Sorge damals, dass die tolle Stimmung durch eine deutliche Veränderung der Struktur unter Kritik zu leiden hätte. Doch es kam anders: Das agile Team hat die diversen Vorteile der Veränderung schnell gespürt und konnte durch die Übernahme von Eigenverantwortung attraktive Aufträge generieren – attraktiv im Sinne der inhaltlichen Herausforderung. Die jeweilige Spezialisierung der Bereiche führte zu einer Kompetenz-Konzentration, bei der im auf über 50 Mitarbeiter gewachsenen Team, kein Platz für Mobbing ist. Das Team ist aufeinander angewiesen, weil der jeweils Andere ja das macht, was man selbst nicht mag oder kann und vice versa.

Längst musste man auch keine aktive Akquise mehr machen, allenfalls proaktiv für besondere Themen oder Unternehmen. Das Riesennetzwerk der Gründungszeit und eine positive Mundpropaganda machten sich nun bezahlt. „Ich will eigentlich jeden persönlich kennen und mache auch gerne Jobs mit Vertrauten“, erzählt Carlo voll der Begeisterung. Dafür bringen ihnen ihre Kunden absolutes Vertrauen entgegen. Ziele und Kundenwünsche werden erfasst und sehr ernst genommen, doch die kreative Ausführung obliegt meist gänzlich Powerflasher. „Wir haben viele Preise für Projekte gewonnen die wir mit unseren Agenturkunden realisiert haben, wie zum Beispiel www.dubistdeutschland.de mit JungVonMatt. Für Projekte die wir aber vollständig selbst umsetzen durften, wurden wir nur mit Awards ausgezeichnet, weil wir dieses Vertrauen und die Freiheit vom Kunden erhalten haben.“ Geschickt vollzieht Carlo eine Form der indirekten Akquise durch das Halten von Vorträgen oder das Verfassen von Artikeln in Fachmagazinen. Durch das aktive Teilen von Wissen positioniert er sich gleichzeitig und kommuniziert ein hohes Maß an Expertise. Indem Carlo und seine Mitarbeiter ihr Wissen mit anderen teilen, entsteht als positives Nebenprodukt auch wieder ein Mehrwert für die Firma in Form von Kontakten oder Aufträgen. Wie gesagt: What goes around, comes around.

Lesson to Learn: Erweitere solide Dein Geschäftsfeld und finde heraus, ob die Zeit schon reif ist für Dein Produkt

Mittlerweile setzt sich das Unternehmen Powerflasher aus drei Teilen zusammen: Agency, Solutions und Labs. Unter dem Bereich Agency wird das gesamte Agenturgeschäft für große Unternehmen und andere Agenturen abgewickelt. Hierzu zählen Auftragsarbeiten im Bereich Marketing, Unterhaltung, Unternehmensdarstellung und vieles mehr. Und weil man gemerkt hat, dass selbst kleine Teile von Auftragsarbeiten sehr erfolgreich sein können, beschloss man, das eigene Geschäftsfeld zu erweitern. „Wir waren einfach jedes Mal wieder überrascht, dass Firmen ein Produkt anbieten, dass wir bereits wesentlich früher entwickelt oder konzipiert hatten, jedoch oftmals nur als ein Randelement unserer Projekte“, beschreibt Carlo seine Beweggründe. „Es ist nicht so, dass diese Firmen bei uns geklaut hätten, sondern sie zeigten uns, dass selbst unsere „Beiprodukte“ viel Potential haben und markttauglich waren.“ Die Bandbreite solcher „Beiprodukte“ von Powerflasher ist durchaus beachtlich. Im Rahmen eines Marketing-Projektes für ein Depeche-Mode-Album entstand beispielsweise eine Technologie mit der man online PDF-Dateien ohne Acrobat Reader wie Bücher haptisch durchblättern kann. Heute gibt es eigene Firmen, die nur solche virtuellen blätterbaren Bücher anbieten. Die Powerflasher haben es als erste nun Dreidimensional gemacht und verkaufen es als „PDFBook 3D“. Oder ein Online Videokonferenzsystem der Powerflasher, hatte als eine Funktion das Hochladen und Verbreiten von PowerPoint-Folien vorgesehen, was heute von Seiten wie Slide Share als eigenständiges Produkt angeboten wird. Das Communityfeature „Webcam Speeddating“ beschäftigt heute gleich mehrere Firmen exklusiv. Und selbst um das Gimmick im Spiel Office Chaos für T-Online die Spielcharactere mit einem Foto zu versehen ist ein Startup entstanden.

Da man also genug davon hatte nur zuzusehen, wie sich andere an solchen Konzepten eine goldene Nase verdienten, entstand der Bereich Solutions. Im Bereich Solutions entwickelt Powerflasher eigene Produkte, inklusive des dazu nötigen Marketings, Vertriebs und Supports. Die Agentur verfügte zwar schon länger über Produkte die lizenziert werden konnten, jedoch fehlte eine fokussierte Struktur um den Ansprüchen eines erfolgreichen Produktvertriebs gerecht zu werden. Marketing, Vertrieb und Support konnten nur auf Bedarf neben dem vollkommen unterschiedlichen Agenturalltag betrieben werden. Bereits fünf Jahre hatte man so an der neuen Abteilung geplant, sie durch eine Diplomarbeit zum Thema sowie mit Unterstützung eines Unternehmensberaters konzipieren und die Idee mit einer Auszeichnung bei einer Wachstumsinitiative prämieren lassen, bevor man sich endlich entschloss, den Schritt zu wagen. „Es war einfach so, dass viele Produkte in unserer Schublade schlummerten und obwohl wir merkten, dass ein Bedarf existent war, fehlte es uns entweder am Team oder die Zeit war noch nicht reif dafür“, erklärt Carlo den Werdegang. „Es musste aus dem Team heraus entstehen und mir war wichtig, dass wir auch für diesen Schritt so organisch wachsen, dass ich die dafür benötigten Mitarbeiter noch in ein paar Jahren beschäftigen kann.“

Ein echter Salesman: Carlo schätzt es, Freundschaft und Geschäft zu verbinden

Diese Langzeitperspektive erforderte vor allem einen Innovationsvorsprung vor möglichen Konkurrenten, was Powerflasher nun durch seine dritte Abteilung Labs realisiert. Der Labs-Bereich widmet sich der Forschung. Mit ihm sollen die Workflows verbessert, die Kreativität aufrecht erhalten und die Abstimmung zwischen den Kundenbedürfnissen und dem Arbeitsprozess weiter verbessert werden. So entstehen neues Wissen, innovative Entwicklungen und Workflows, die an das Team weitergegeben werden, sowie Grundsteine neuer Produkte für die Solutions-Unit. Vor allem aber geht es um Motivationsanreize und den Team-Spaß. Jeder Mitarbeiter hat die Chance zu Lernen und zu Experimentieren: „Je älter ein Unternehmen wird, desto eingeschliffener sind irgendwann die Prozesse und man läuft Gefahr, den eigenen Innovationsvorsprung zu verlieren“, führt Carlo den Nutzen von Labs aus und fügt hinzu: „Wir sind mit kreativen Lösungen und Innovationen bekannt geworden, im Alltag bleibt aber wenig Zeit für die dafür notwendige Forschung. Daher haben wir auch diesem Prozess unter dem Namen Labs ein eigenes Team, Raum und Budget gegeben.“ Man versucht hier in so genannten „War Rooms“ agile Prozesse und Projekte mit Techniken wie „Scrum“ und „37signals“ in kleinste Anforderungen zu brechen und das Team aus Kreativen und Technikern die besten Lösungen in kleinen planbaren Iterationen finden zu lassen. Labs funktioniert also wie ein firmeninterner Think Tank, der in erster Linie zunächst mal Geld kostet, sich aber durch die Qualitätssteigerung der firmeneigenen Arbeit mehr als bezahlt macht. Nicht umsonst bleibt man bei dieser Linie: Was Carlo und sein Team heute anders gemacht hätten? Wenig. „Wir hätten definitiv früher groß denken sollen, insbesondere, was Solutions angeht – dann aber mit einem Investment“, resümiert Carlo. „Alles in allem bin ich mit unserem organischen Wachstum aber sehr zufrieden. Wir haben immer solide gearbeitet und keine falschen Hypes mitgenommen, was natürlich Vor- und Nachteile hat.“

Lesson to Learn: Deine Angestellten sind Dein wertvollstes Kapital, behandle sie gut

Wie bei quasi jedem Unternehmen hatte auch Powerflasher mit einem Problem zu kämpfen: Gute Leute wollten gefunden werden. Wenn sie einen neuen Bereich besetzen wollen, wird sich immer nach den möglichst Besten umgeschaut. Und weil man sehr eng miteinander zusammenarbeitet, sind Freelancer nur die Ausnahme, um das Team gezielt um besondere Spezialisten zu erweitern. Carlo ist zwar der Geschäftsführer, aber dennoch längst keine One-Man-Show. Wenn jemand aus seinem Team mit einer guten Idee kommt und sie entsprechend vorbereitet, bekommt er auch die Chance sie umzusetzen. „Ich versuche immer, Eigeninitiative zu fördern. Wenn Dir das gelingt, ist Deine Firma auf einem hervorragenden Weg“, meint der 31-jährige dazu. So wuchs Powerflasher und so lebt man weiter seine tägliche Philosophie. Doch dies erfordert eben auch Mitarbeiter, die diese Funktionen ausfüllen können.

„Es gibt bei Powerflasher so gut wie keine Fluktuationen, weil wir in unsere Mitarbeiter investieren und sehr darauf achten, dass die Work-Life-Balance stimmt“, betont Carlo. „In Skandinavien ist dies längst Standard, doch hier ist das oft noch neu. Dabei weiß doch eigentlich jeder, dass glückliche und zufriedene Mitarbeiter besser arbeiten.“ Deshalb wird bei Powerflasher mit Zielen gearbeitet. Will jemand ein Thema angehen, wird er individuell unterstützt oder es wird gemeinsam im jeweiligen Team daran gearbeitet. Doch ebenso vertrauensvoll wie der Umgang ist, desto konsequent ist er auch. Es herrscht eine Zero-Tolerance-Politik vor, das heißt, man erhält schnell viel Vertrauen, aber ein Missbrauch genügt, um sich dieses ebenso schnell zu verspielen. Denn welchen Grund des Fehlverhaltens gibt es, wenn man eigentlich alle Freiheiten genießt? „Wer seine Ziele mit uns teilt, kann sich in dem Maße selbst verwirklichen, wie er sich wohlfühlt. Doch wenn das Vertrauen verletzt wird, kann man nicht weiter auf dieser Basis zusammenarbeiten“, meint Carlo zu dieser konsequenten Haltung.

Schließlich bemüht sich Powerflasher ja um seine Mitarbeiter. Überstunden werden nach Möglichkeit vermieden bzw. mit einem Zeiterfassungssystem festgehalten und ausgeglichen. Man ist sichtlich stolz, dass Überstunden längst nicht Standard sind, wie es in anderen Agenturen typisch ist. Die Kernarbeitszeit liegt zwischen 11.00 und 16.00 Uhr und es ist eigentlich nur wichtig, dass jeder seine Arbeit schafft. Wie und wann er das schafft, ist ihm überlassen. Das ist kein Freibrief weniger zu arbeiten, sondern eine Motivation seine Arbeit effizient und lösungsorientiert zu erledigen. Wenn das nicht gelingt, wird jedoch andersrum auch erwartet, seine Fehler selbst mit eigener Zeit zu korrigieren. „Work smart, not hard“ ist das Motto der Firma, die sich von anderen Agenturen, die wie ein Durchlauferhitzer funktionieren, abheben will. Verständlich, dass man da auch etwas zurück erwartet. Nämlich Loyalität und Vertrauen. „Das Ziel ist es, dass unsere Mitarbeiter selbstverantwortlich arbeiten. Das müssen viele am Anfang erst lernen. Sie schaffen sich so Arbeit und übernehmen damit sehr viel Selbstverantwortung.“ Deshalb ist es auch eine so große Herausforderung, die richtigen Leute zu finden.

In den nächsten zwei Jahren will man diese offene und tolerante Politik weiter verfolgen. Es soll eine noch stärkere innere Vernetzung geben, durch die man ein Netzwerk für alles etabliert, und kein Projektthema mehr ablehnen muss. Dafür hat Carlo sich in seinem Aachener Drehturm Belvedere auch eine Etage über den Powerflashern, an der POWER+RADACH Werbeagentur GmbH beteiligt. Zudem ist er mit einem Freund und mehreren namhaften Privatinvestoren Gründer der Supreme Newmedia GmbH und betreibt international erfolgreich eCommerce Widgets. Und so wie Carlo Blatz als BusinessAngel auch andere Ventures unterstützt, kann er sich nun mit seinen Powerflashern auch als Technologieinvestor beteiligen. „Technik und ganze Businesskonzepte haben wir ja meist schon. Wir brauchen aber jeweils ein fokussiertes Management-Team, um neue Themen erfolgreich in den Markt bringen zu können.“ Auch eine Internationalisierung ist dabei ein Thema (vor allem für den Solutions-Bereich), denn schon jetzt liegen 50% des Absatzes der Produkte im Ausland. Tja, gutes spricht sich eben rum…