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CleanAgents, Helpling, Homejoy, Book a Tiger und Putzfee im Stiftung-Warentest-Check

Im Frühjahr war es die Boombranche der Startupszene: Putzkraftvermittlung. Mithilfe des ImmoScout-Inkubators You Is Now launchte zunächst CleanAgents, dann rollte Rocket Internet mit Helpling seine Klonversion des US-amerikanischen Vorbilds Homejoy in Rekordzeit aus, bevor das US-Original den Markteintritt auch in Deutschland wagte, die Lieferheld-Gründer Claude Ritter und Nikita Fahrenholz ihren Dienst Book a Tiger an den Start brachten und zuletzt Kinderfee-Gründer Stefan Gärtner sein Angebot um Putzfee erweiterte.

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Die Stiftung Warentest hat die fünf Konkurrenten nun in einem ausführlichen Check untersucht – und zieht ein ernüchterndes Fazit: „Vor allem wegen rechtlicher Unsicherheiten können wir keines der fünf Vermittlungsportale empfehlen.“

Die Tester bemängeln vor allem die Diskrepanz zwischen vollmundigen Versprechungen der verschiedenen Dienste und der Art und Weise, wie diese eingelöst werden (oder auch nicht) – oder der Tatsache, dass in einigen Fällen bestimmte gemachte Qualitätsversprechen in den AGB sogar ausgeschlossen werden.

  • So wirbt Putzfee auf der Startseite: „Unsere Reinigungskräfte sind geprüft, qualifiziert und professionell.“ Im Kleingedruckten weist der Dienst aber darauf hin, Kunden müssten sich von den Putzkräften „selbst die Unterlagen vorzeigen lassen“.
  • „Zuverlässig, günstig und mit Liebe zum Detail“: So charakterisiert Homejoy seine Reinigungskräfte. In den AGB steht hingegen, Homejoy gewährleiste „nicht die Zuverlässigkeit, Qualität oder Eignung“ seiner Putzkräfte.
  • Und CleanAgents verspricht „kein Risiko“ – doch laut AGB „wird nicht laufend überprüft“, ob die Putzkräft sich an sozialversicherungsrechtliche Vorgaben halten – den Kunden könnten „juristische Probleme wegen Schwarzarbeit ins Haus stehen“, warnt die Stiftung Warentest.

Auch mit der Qualität der entsandten Reinigungskräfte zeigen sich die Tester nicht zufrieden. Nur in vier von zehn Fällen sei die Wohnung „so sauber wie in der Werbung versprochen“ gewesen. Mal seien schlecht oder gar nicht ausgebildete Putzkräfte mit mangelhaften Deutschkenntnissen geschickt worden, mal tauchte gar niemand auf, mal dauerte die Reklamation eines beschädigten Rollos mehrere Monate. Vier der fünf Plattformen versicherten ihre Auftragnehmer zwar, teilweise aber mit einer Selbstbeteiligung von 150 oder 200 Euro. „Im ungünstigsten Fall kommt eine unversicherte Kraft“, bilanziert die Stiftung.

Auch eine Redakteurin der Süddeutschen Zeitung stellte kürzlich bei einem Selbstversuch fest, dass das Rocket-Startup Helpling bei der Rekrutierung offenbar auf eine Prüfung der Putzkenntnisse und -erfahrungen weitgehend verzichte. Im Gründerszene-Interview widersprach Gründer Benedikt Franke noch, jede Reinigungskraft durchlaufe „den gleichen strengen Bewerbungsprozess“ inklusive Reinigungstest.

Denn offenbar wächst die Nachfrage nach dem billigen Putzservice per Internet weiter kräftig – und solange das so bleibt, dürften die fünf konkurrierenden Startups eher darauf setzen, schnell viele neue Auftragnehmer an Bord zu bringen, als mit aufwändigen Qualitätskontrollen Zeit zu verlieren.

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