Florian Barth, Björn Goß und David Handlos gründeten im Studium an der Universität Mannheim Stocard

Finanzspritze für ein Startup aus Mannheim, das lange unter dem Radar operierte: Shortcut Ventures, die Beteiligungsgesellschaft Alstin von Carsten Maschmeyer sowie der Beteiligungsarm des Fotounternehmens Cewe haben in Stocard investiert, wie Deutsche Startups berichtet. Auf Nachfrage von Gründerszene bestätigte Gründer David Handlos das Investment. Insgesamt vier Millionen Euro hätten die Geldgeber in sein Startup gesteckt.

Handlos gründete Stocard gemeinsam mit Björn Goß und Florian Barth im Jahr 2011. Die drei studierten damals noch gemeinsam an der Universität Mannheim. Das Stocard-Konzept: Nutzer der kostenlosen App können die Funktionen von verschiedene Kundenkarten mobil bündeln und so ihren Geldbeutel erleichtern. Die Karten werden über einen Barcode oder die Kundennummer eingelesen. An der Supermarktkasse können die Kunden ihre Karten über die App mit dem Barcode-Scanner nutzen und so beispielsweise Treuepunkte sammeln.

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Als weitere Funktion werden dem Kunden über die App bestimmte Rabattaktionen und Angebote vorgeschlagen, die von den teilnehmenden Unternehmen per Klick bezahlt werden. 7,7 Millionen Nutzer hätten die App bereits heruntergeladen, gibt Handlos an. Wie viele davon die App aktiv, also etwa wöchentlich, nutzen, möchte er nicht sagen, es sei aber „ein hoher Anteil.“ Stocard, das beispielsweise mit Key Ring aus den USA konkurriert, beschäftigt mittlerweile zwölf Mitarbeiter für seine Aktivitäten in 34 Ländern.

Bereits Ende 2012 waren der High-Tech Gründerfonds, Klaas Kersting, CD-Venture und die Engelhorn Holding mit einer hohen sechsstellige Summe als Investoren eingestiegen. Mit dem Geld aus der aktuellen Finanzierungsrunde möchte das Startup sein Team auf 20 bis 25 Mitarbeiter erhöhen und weitere Funktionen installieren. In Zukunft sollen Stocard-Nutzer sogar mit der App zahlen können.

Bild: Stocard