Stroer Hoccer

50 Millionen Euro – in Cash und Medialeistungen

15 Mitarbeiter, 100 Millionen Euro Bewertung: So präsentiert sich das in Berlin und Köln ansässige Startup Hoccer (www.hoccer.de). Die 2010 als Ableger der Agentur Art+Com gegründete App-Schmiede baut einen Messenger, der eine sichere Kommunikation zwischen den Nutzern garantieren soll. Nun hat sich Medienunternehmer Dirk Ströer über seine Kölner Media Ventures GmbH für 50 Millionen Euro 51 Prozent an dem Unternehmen gesichert. Um die Entwicklung der Technik voranzutreiben, wie die Rheinische Post berichtet, wird offenbar ein Teil des Betrags in bar gezahlt.

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Zu beachten gilt dabei: Der andere, vermutlich deutlich größere Teil fließt im Rahmen einer Werbekampagne wieder zurück an Ströers Medienkonzern – es handelt sich nämlich um einen Media-for-Equity-Deal. Über Plakate oder Großleinwände soll der von Jérôme Glozbach de Cabarrus geführte Messaging-Dienst als Alternative zu WhatsApp und dessen vermeintlich sicherere Wettbewerber wie Telegram oder Threema beworben werden. Allerdings will sich Hoccer auch im Firmenkundengeschäft positionieren: Über die Plattform könnten in Konzernen tausende Mitarbeiter abhörsicher zu einem kleinen Nachrichtennetz zusammengeschaltet werden.

Bild: © panthermedia.net / zhang xiangyang