Suedafrika_Startups

Vielversprechende Startups aus Südafrika

Alle Welt schaute in den vergangenen Wochen auf Südafrika. Wie das Land nun nach vorn blickt und was sich vor Ort bewegt, zeigen unter anderem die vielen wirtschaftlichen Veränderungen und Neugründungen, die das Vermächtnis von Nelson Mandela, ein neues, starkes Südafrika aufzubauen, widerspiegeln. Eine internationale Langzeitstudie von RSM (2007 bis 2011) belegt, dass die Wachstumsrate von Neugründungen in Schwellenländern mit 5,8 Prozent weit über dem Durchschnitt der G7-Staaten (nur 0,8 Prozent) liegt.

Anzeige
Ein kleiner Wermutstropfen: Südafrika bildet hinter Brasilien, China, Indien und Russland das Schlusslicht. Die größte Hürde scheint vor allem die Finanzierung zu sein (siehe Infografik). Dennoch: Die Aufbruchsstimmung auf dem afrikanischen Kontinent ist ungebrochen. Neben Südafrika machen Unternehmen aus Ghana, Kenia, Nigeria und vielen anderen afrikanischen Staaten von sich reden. Im Folgenden sollen einige der buntesten, erfolgs- und aussichtsreichsten Startup-Ideen aus Südafrika vorgestellt werden, um die Potenziale und Kreativität der Regenbogennation näherzubringen.

MoWoza (Mobile Commerce)

MoWoza wurde 2009 von Suzana Moreira gegründet, um es sogenannten Migrant Workers, die für Arbeit in die Städte kommen, zu ermöglichen, Produkte des täglichen Bedarfs sicher, schnell und preiswert an ihre Familien auf dem Land zu schicken. Dafür geben sie einen Auftrag über die mobile Plattform oder einen MoWoza-Agenten ein, und am Zielort werden Familie und ein Händler über die Abholung informiert, ohne dass man auf langen Wegen, schlechter Infrastruktur und unter Einfluss von Preiskorruption die Produkte physisch schicken muss.

moWoza: Mobile Shopping from Suzana Moreira on Vimeo.

Mxit (Mobile Social Network)

Mxit ist das größte Mobile Social Network in Afrika und ein kostenloser Instant Messenger. Allein in Südafrika nutzen es monatlich über 6,5 Millionen Menschen auf über 8.000 verschiedenen Mobilgeräten, wo sie Textnachrichten und Multimedia-Inhalte konsumieren und austauschen.

Zapacab (Mobile Taxi-Buchung)

Das MyTaxi von Südafrika wurde erst im Sommer dieses Jahres gelauncht. Die Gründer von Zapacab betonen vor allem ihre lokale Expertise in Zusammenarbeit mit Fahrern, wenn sie auf die wachsende Präsenz von Uber in Südafrika angesprochen werden.

Khaya Power (trag- und aufladbarer Solar-Akku)

Die Mission von Khaya Power ist es, Elektrizität für den Haushalt in abgelegene und ärmere Gegenden zu bringen. Mithilfe von Solarenergie in einer Fünf-Liter-Batterie bekommen ländliche Familien genug Strom für kleine Geräte, wie Handy, Licht und Radio. Besonders zauberhaft ist auch das „Unternehmensprofil“ des Teams rund um Gründer Billy Hadlow gestaltet:

Khaya Power

Yola (Webseiten-Baukasten)

Yola wurde 2007 in Kapstadt von Vinny Lingham ins Leben gerufen und ermöglicht es mittlerweile über acht Millionen Nutzern weltweit, mit wenigen Klicks ihre eigene Webseite zu erstellen.

Gyft (Mobile Geschenkkarten)

Nach Yola gründete Vinny Lingham gleich noch ein Unternehmen. Auch wenn Gyft offiziell in San Francisco sitzt, trägt es sicherlich die Handschrift des südafrikanischen Gründers. Erst im September erhielt das Startup eine Finanzierung in Höhe von fünf Millionen US-Dollar und arbeitet mit über 300 Händlern zusammen, die so übers Internet Geschenkkarten an ihre Kunden bringen können.

Eduze (Content Cloud in a Box)

Eduze möchte mobilen Content einfach, schnell und für jedermann konsumierbar machen. Dafür arbeiten sie mit Einkaufszentren, Restaurants et cetera zusammen, welche ihren Kunden über eine speziell dafür entwickelte W-Lan-Box die Eduze-Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen können.

Eduze Pitch Video from Charlie Beuthin on Vimeo.

Obami (Social Learning)

Der Markt für E-Learning wächst in Afrika jährlich um 15,2 Prozent. Das von Barbara Mallinson gegründete und mehrfach ausgezeichnete Startup Obami wurde 2010 gelauncht. Ziel ist es, Social Networking mit E-Learning zu verbinden und über die Plattform Lehrer und Schüler zusammen arbeiten zu lassen, insbesondere in Verbindung mit digitalen Inhalten. Ein Facebook für Schulen.

Obami

Yappo (Mobile Payment)

Yappo wurde von Stuart Minnaar gegründet und ist die mobile Version von Studentology, der bereits etablierten Online-Community für Studenten. Speziell auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe ausgerichtet, ermöglicht es Yappo mit dem Handy zu bezahlen, Geld zu senden und von speziellen Angeboten zu profitieren.

Real Time Wine (Wine Discovery App)

Was nicht fehlen darf, ist eine App, welche die Vielfalt der südafrikanischen und internationalen Weine teilen, erkunden und bewerten lässt. Real Time Wine macht genau das!

Titelbild: Jesse Abrams - jabramsphoto.com