Lampuga

Surfboards mit Jetantrieb – für diese verrückte Idee bekam Lampuga viel gute Presse und über 800.000 Euro von Crowd-Investoren. Auch ein Surf-Modell zum Aufblasen hatte das Hamburger Startup im Angebot. Nun aber hat Lampuga Insolvenz angemeldet.

Ein Elektromotor, der das Board auf bis zu 47 Kilometer pro Stunde beschleunigt, 15 Pferdestärken und Batterien für 40 Minuten Spaß – so verkaufte Lampuga sein Model Air. Kostenpunkt: rund 10.000 Euro das Stück. Weil die Nachfrage die Produktionskapazitäten zeitweise deutlich überstieg, startete das 2011 gegründete Unternehmen 2015 eine Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform Seedmatch. 638 Kleininvestoren gaben über 820.000 Euro. Mit dem Geld versprach Lampuga einen neuen „Funsport“ zu etablieren.

Ein weiteres Investment folgte im Dezember 2016, 3,5 Millionen Euro gab es für das Startup. Damit wollte Lampuga eigentlich in die Karibik und die USA expandieren. 

Jetzt musste die Sashay GmbH, das Unternehmen hinter der Marke Lampuga, allerdings Insolvenz anmelden. Das ist dem Insolvenzregister zu entnehmen. Zum Insolvenzverwalter wurde Tjark Thies berufen. Lampuga ist damit das nächste gescheiterte Startup, das zuvor signifikante Summen von der Crowd eingesammelt hat. Zuletzt scheiterten etwa Triprebel, Protonet oder Freygeist

Companisto und Co.: Steckt das Crowdinvesting in der Krise?

Steckt das Crowdinvesting in der Krise?

Im vergangen Jahr investierten wieder viele Anleger per Crowdinvesting. Hohe Wachstumsraten wie noch 2015 waren aber nicht mehr drin. Nur ein Segment wächst noch stark.

Über die Hintergründe für das überraschende Aus des Sportartikelherstellers ist noch nichts bekannt. Gründer Benjamin Köhnse war für Gründerszene bis Freitagfrüh nicht zu erreichen.

Bild: Lampuga