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Mit dieser Werbung hat sich das Unternehmen nicht nur Freunde gemacht

Der niederländische Lieferdienst-Vermittler Takeaway.com plant, in den kommenden Wochen in Amsterdam an die Börse zu gehen. Das teilte das Unternehmen am Dienstagmorgen mit. Mehr als 175 Millionen Euro will Takeaway.com durch den Börsengang einnehmen.

Mit insgesamt 40 Millionen Euro soll insbesondere die Marktposition auf dem deutschen Markt ausgebaut werden. Lieferando, das Takeaway.com 2014 übernahm, liefert sich in Deutschland einen erbitterten Kampf mit Lieferheld von Delivery Hero. Jeden Monat fließen viele Millionen in das aufwendige Marketing. Delivery Hero plant ebenfalls einen Börsengang und überbrückt die Zeit bis zum IPO gerade mit Krediten.

In der Ankündigung des Börsengangs hat Takeaway.com nun auch Zahlen für den wichtigen deutschen Markt veröffentlicht. Demnach lag der Umsatz in dem ersten Halbjahr 2016 bei 16,5 Millionen Euro. Insgesamt setzte das niederländische Unternehmen in dem Zeitraum etwa 50 Millionen Euro um.

Im Heimatmarkt arbeitet das Unternehmen bereits profitabel und konnte ein EBITDA von 16 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2016 verbuchen. Auf dem deutschen Markt sieht es dagegen anders aus: 17,9 Millionen Euro betrug der EBITDA-Verlust in diesem Zeitraum. Insgesamt liegt der Verlust des Unternehmens im ersten Halbjahr bei 11,5 Millionen Euro. Seit bei Delivery Hero ein IPO im Raum steht, hat das Unternehmen für den deutschen Markt keine detaillierten Zahlen mehr veröffentlicht.

Das defizitäre Ergebnis für Deutschland liegt sicherlich auch an der Werbe-Schlacht mit der Konkurrenz aus Berlin. 36 Millionen Euro flossen bei Takeaway.com im ersten Halbjahr in das Marketing. Eine Aufschlüsselung der einzelnen Märkte gibt es nicht.

Werbeschlacht: So viel Geld stecken Lieferdienste in ihre Werbung

So viel Geld stecken Lieferdienste in ihre Werbung

Lieferheld vs. Lieferando: Die beiden Portale setzen stark auf Plakataktionen und TV-Spots. Wie viele Millionen fließen tatsächlich in ihre Werbung?

In einer Analyse des Schätzungs-Tools Similarweb schlägt sich das Kopf-an-Kopf-Rennen von Delivery Heros Lieferheld und Takeaways Lieferando in Deutschland nieder.

Besucherzahlen

Das niederländische Unternehmen, das 2000 startete, ist abgesehen von Deutschland und den Niederlanden auch in Belgien, Polen, Österreich, Frankreich, Luxemburg, Portugal, der Schweiz und Vietnam aktiv, und beschäftigt 500 Mitarbeiter.

Bild: Lieferando; Hinweis: Eine Info zu Delivery Hero wurde ergänzt.