Rund fünf Investments pro Jahr möchte Team Europe Ventures (www.teameurope.net) in Zukunft anschieben und dabei neben Kapital auch  mit dem eigenen Netzwerk und Internet-Knowhow unterstützen. Dazu hat der Inkubator aus Berlin nun einen entsprechenden Fonds aufgelegt. In den kommenden drei Jahren will Team Europe Ventures sechs Millionen Euro in die Gründungsfinanzierung von Internet-Unternehmen investieren und plant vor allem in frühen Phasen Investments zu tätigen (so genannte Seed-Investments) – zum Einstieg mit bis zu 500.000 Euro pro Unternehmen. Dabei fokussiert sich Team Europe Ventures auf die Bereiche Internet und mobiles Internet.

„Im Bereich Seed-Investment sehen wir eine Lücke. Es gibt nur wenige Frühphasen-Investoren, die sechsstellige Summen investieren; Business-Angel-Konsortien hingegen verfügen über diverse Nachteile, zum Beispiel die Problematik, dass sich oftmals keiner der Investoren vollständig verantwortlich fühlt, was zulasten gründlicher Evaluierungen sowie der Betreuung geht. Diese Lücke wollen wir mit unserem Fonds füllen. Dabei sehen wir uns als Lead-Investor, der eine Finanzierungsrunde vollständig abdecken kann, bei Bedarf aber auch weitere Co-Investoren hinzuzieht“, so Pawel Chudzinski, Partner bei Team Europe Ventures.

Team Europe Ventures plant, eine Investment-Strategie zu verfolgen, die nicht nach dem Motto „Spray-and-Pray‘ abläuft, sondern einem selektiven Vorgehen. Neben Kapital bringt Team Europe Ventures vor allem auch die eigene Internet-Expertise ein, welche bei zahlreichen Gründungen und Investments erworben wurde. „Ein wichtiges Investment-Kriterium stellen dabei die Unternehmerteams dar“, kommentiert Kolja Hebenstreit, ebenfalls Partner bei Team Europe Ventures. „Wenn wir das Gefühl haben, ein Unternehmen wird auch ohne uns erfolgreich sein, mit uns aber besser, schneller, schöner – dann ist das ein potenzielles Investment für uns“. Weiter äußert sich Hebenstreit: „Dabei können wir in sehr frühen Phasen investieren. Wenn ein Team komplett oder nahezu komplett ist, dann sehr gerne bereits im Ideenstadium. Die Erfahrung zeigt, dass in der Gründungsphase oftmals entscheidende Weichenstellungen gemacht werden und das es deswegen von Vorteil ist, sehr früh mit erfahrenen potenziellen Partnern zu sprechen.“

Der Fonds soll zudem auch einen höheren Teil der Seed-Finanzierung von Eigengründungen übernehmen. In der Vergangenheit brachte Team Europe Ventures (beziehungsweise die hinter Team Europe Ventures stehenden Personen) zahlreiche Gründungen mit auf den Weg, wie etwa Spreadshirt, StudiVZ, Mister Spex, Brands4Friends und Käuferportal. Regional fokussiert sich der Fonds auf den europäischen und amerikanischen Raum. Deutschland wird weiter ein Schwerpunkt sein, aber auch in Polen und den USA sowie anderen europäischen Ländern soll das Portfolio ausgebaut werden.

Die Fondsinvestoren bestehen neben dem Team Europe Ventures Management aus weiteren Internet-Unternehmern sowie aktiven Business-Angels, unter anderem Arend Iven und Ron Hillmann, Dario Suter (Filmproduzent, ehemals StudiVZ), Spreadshirt-Mitgründer Matthias Spieß, Bigpoint-CEO Heiko Hubertz, Günter Faltin (Professor für Entrepreneurship und Business-Angel), Jan Becker, Andreas Etten, Robert Wuttke (GCI AG), Kai Bolik, Michael Kalkowski und Boris Wasmuth (Gameduell); Mario Kohle und Robin Behlau (Käuferportal), Masoud Kamali (Software & Support Verlag), Christoph Janz, Christopher Münchhoff (Gründer DealPilot.com) sowie Marco Boerries (u.a. StarOffice Gründer).

„Wir sind stolz und freuen uns über die hochkarätigen Investoren, die wir für unseren Fonds gewinnen konnten. Dabei handelt es sich ausschließlich um Personen, die im Internet-Umfeld aktiv sind und mit denen wir schon in der Vergangenheit gut zusammen gearbeitet oder mit denen wir uns gemeinsam Projekte angesehen haben“, so Lukasz Gadowski, ebenfalls Partner bei Team Europe Ventures. „Unsere Investoren bilden somit gleichsam ein enges Expertennetzwerk, das Team Europe unterstützt – sei es mit „Dealflow“, bei der Prüfung von Investments oder bei der aktiven Unterstützung der Geschäftsentwicklung einzelner Beteiligungen.“

Bildmaterial: cohdra