techcrunch-disrupt 2013 fotos

TechCrunch-Disrupt-Höhepunkte, Tag 1

Die TechCrunch Disrupt schafft es in diesem Jahr erstmalig nach Europa. Zuvor fand die Tech-Konferenz in San Francisco, New York und Peking statt. Die Highlights des Tages in Bildern.

Der Tageshöhepunkt direkt zu Anfang: Marc Samwer eröffnet die Disrupt mit einem eher durchgeplanten PR-Talk. Samwer stellt sich dabei unter anderem der Klon-Debatte: Eine Idee alleine ist laut Samwer nichts wert, zudem passe Rocket die Konzepte an die regionalen Märkte an und lokalisiere die gesamte Nutzer-Experience. Den kompletten Einblick zum Samwer-Dialog gibt es hier bei Gründerszene.

Zwei Kaffeemaschinen mit Selbstbedienung für geschätzt 2.000 Gäste.

An kleinen Ständen präsentierten sich rund hundert Startups den Besuchern – ein Großteil der Firmen aus dem Portfolio der Sponsoren. Das hatte eher pragmatisches Messe- als kuscheliges Konferenz-Feeling.


Geschätzt 1.000 Besucher hörten Open-Office-Gründer Marco Boerries dabei zu, wie er – nicht viel Neues über – sein Projekt Number Four präsentierte. In einem späteren Interview, das separat auf der Konferenz ausgestrahlt wurde, erzählt der Berliner: „Berlin ist super-attraktiv und sollte nicht versuchen, sich mit dem Valley zu vergleichen.“

Volle Sitze und Altbekanntes auch bei der Games-Session mit Jens Begemann (Wooga), Misha Lyalin (Zeptolab) und Rina Onur (Peak Games). Wenig überraschend ist das meistdiskutierte Thema hier Mobile und die Herausforderungen und Chancen, die das Genre für Spieleunternehmen mit sich bringt.

Der nächste Programmpunkt: ein Vieraugengespräch mit Airbnb-Mitgründer Nate Blencharczyk. Während er sich zu Anfang des Gesprächs den derzeit rechtlichen Problemen der Plattform annimmt, geht er auch auf die 2011 beinahe erfolgte Akquise des samwerschen Wimdu ein. Warum es damals nicht klappte? Weil Airbnb als Unternehmen andere Werte hatte und seinen Fokus auf die Community legt. So der Airbnb-Mann. „Das Airbnb-Modell kann man nicht durch Sales erreichen“, so Blecharczyk.

Ist Bitcoin der neue Euro? So lautete der nächste Programmpunkt, dessen Frage aber nicht zweifelsfrei von den drei Pro-Bitcoinern Michael Jackson (Mangrove Capital), Shakil Khan und Nejc Kodric (Bitstamp) beantwortet wurde. Klar wurde aber, dass die Tech-Währung derzeit noch vor großen Problemen wie Regulierungen und Einführungsprozessen steht. Für Investoren sehen die Sprecher aber große Chancen: „Bitcoin wird entweder eine Null oder ganz viele Nullen“, so Shakil Khan.

Risikokapitalgeber Benchmark Capital präsentiert sich als Vierergespann mit Matt Cohler, Peter Fenton, Bill Gurley und Mitch Lasky auf der Bühne mit TechCrunch-Gründer Michael Arrington. Das Gespräch dreht sich um den Punkt, was der VC anders als andere macht. Die Antwort: Man sei ein Service-Unternehmen ohne Hierachien, das versucht zu helfen, mit einem klaren Fokus und einer Vorliebe zum Company Building. „Einen VC zu bekommen, ist, wie einen Mitarbeiter einzustellen, den man nicht feuern kann“, so die Runde.

Ein Überraschungsgast während der Mittagspause: Der „europäische Mark Zuckerberg“ Pavel Durov vom erfolgreichen russischen sozialen Netzwerk VK betritt die Bühne. Er erklärt, warum er dem von den USA gesuchten Whistleblower Edward Snowden öffentlich einen Job im Unternehmen anbot.

Den Panel-Abschluss bilden Michael Arrington und Tim Armstrong von AOL. Der Konzern hatte Arrington TechCrunch einst abgekauft – und ihn danach gefeuert. Dafür plauderten die beiden recht unterhaltsam. Inklusive einiger Neckereien wie „Was macht AOL eigentlich außer Dial-Up?“ oder „Tim, willst du nicht als US-Präsident kandidieren“. Zum Ende kriegt Arrington Besuch von einem indischen Fan, AOL-Chef Armstrong macht ihm auf seinem Stuhl Platz und beide lauschen von oben herab dem spontanen Live-Pitch des Inders.

Nach den Panels folgen drei Stunden zahlreicher Startup-Pitches vor wechselnder Jury. Hier im Bild ein Startup, das den physischen Schlüssel abschaffen möchte, um damit unter anderem Postboten den Zugang zu Gebäuden zu erleichtern.

Bilder: Georg Räth: Bild Marc Samwer: Alexander Hofmann