Berlin TechStars

Prominente Unterstützer aus der Szene

Gemunkelt wurde darüber schon seit einer Weile, nun kündigt der US-amerikanische Accelerator Techstars seinen Start in Berlin offiziell an. Los gehen soll es im Sommer, geleitet wird das Programm von Jens Lapinski, der zuvor für TechStars beim 2013 gestarteten Ableger in London als Mentor aktiv war.

Zur Ankündigung präsentiert Techstars bereits namhafte Investoren und Mentoren – VCs, Business Angels, Gründer und weitere Szeneköpfe – für das Programm. Dazu gehören:

Wieso TechStars nach Berlin kommt? Zum einen, wie Lapinski in einem Blogpost schreibt, weil er nach Deutschland ziehen wollte und Techstars ihn gefragt habe, ob er sich die Leitung eines Programms in der deutschen Hauptstadt vorstellen könne. Zum anderen, weil man Berlin – und Deutschland – als Standort mit viel Potenzial sehe: So gebe es mit Rocket Internet, Zalando oder Delivery Hero erste Milliarden-Startups, parallel seien auch die Finanzierungshöhen bereits mit denen in London gleichgezogen.

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Darüber hinaus sieht man es bei Techstars als großen Standortvorteil an, dass in Berlin kaum „altes“ Geld zu finden sei: Fast alle hierzulande tätigen Investoren seien vormalige Internet-Entrepreneure, könnten also „intelligentes Geld“ zur Verfügung stellen. Und nicht zuletzt sei Berlin ein fantastischer Ort zum Leben, wie Lapinski schreibt: Günstige Lebenshaltungskosten, hoher Lebensstandard. Und man komme sogar ohne die deutsche Sprache aus.

Techstars werde jährlich in zehn, zumeist europäische Startups investieren, wie TechCrunch erfahren hat. Üblicherweise werden dabei jedem Jungunternehmen insgesamt 118.000 US-Dollar zur Verfügung gestellt – 18.000 Dollar Seed-Finanzierung und optionale 100.000 Dollar als Wandeldarlehen. Fällig werden dafür sechs bis zehn Prozent der Geschäftsanteile.

Der US-Accelerator wirbt dabei insbesondere mit seinem großen Netzwerk: 3.000 Alumni, Mentoren und Investoren sollen die notwendigen Kontakte in alle Bereiche der Wirtschaft bringen – prominente Namen wie etwa Fred Wilson von Union Square Ventures oder Twitter-Gründer Dick Costolo unterstützen das Programm. Ab heute können sich interessierte Startups für das TechStars-Programm bewerben.

Bild: © panthermedia.net / _fla