Anfang dieses Jahres stellte die Metro Group, zu der Mediamarkt und Real gehören, ihren neuen Accelerator Techstars Metro vor. Gemeinsam mit dem Startup-Netzwerk Techstars und der Werbeagentur RG/A sucht die Handelsgruppe nach Startups, die sich auf den digitalen Wandel von Hotels und Restaurants fokussieren. In diesen Bereichen habe Metro einen wichtigen Kundenstamm, heißt es vom Accelerator, der von Rob Johnson und Alexander Zumdieck geleitet wird.

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In die Endauswahl haben es elf Jungunternehmen geschafft. Sie ziehen für drei Monate nach Berlin, feilen an ihren Produkten und werden dabei finanziell mit bis zu 120.000 Euro und von Mentoren unterstützt. Auf dem Demo Day Ende Januar 2016 werden sie potenziellen Investoren vorgestellt.

Die folgenden Startups haben sich gegen hunderte Bewerber aus 20 Ländern durchgesetzt:

  • 1001menus wurde 2010 in Paris gegründet und entwickelt Software für Restaurants: Mit dieser können Gastronomen eine eigene Webseite erstellen, Buchungen verwalten und Newsletter- und Social-Media-Tools nutzen.
  • Coffee Cloud kommt aus Estland und baut seit diesem Jahr an Funknetzverbindungen für Espressomaschinen. Damit können in Echtzeit die zubereiteten Kaffeetassen gezählt und die Daten in der Cloud gespeichert werden. Zusätzlich überwacht das Gerät, ob die Maschine gereinigt oder repariert werden muss.
  • Flowtify aus Köln entwickelt eine Tablet-App zum Qualitätsmanagement und zur Gefahrenanalyse für Gastronomen und Restaurants. Mit selbst angelegten Checklisten können Manager und Mitarbeiter dann ihre alltäglichen Aufgaben im Blick behalten, zum Beispiel die Wartung der Kassenautomaten, diese dokumentieren und archivieren.
  • Gastrozentrale, 2014 in München gegründet, ist ein B2B-Onlineshop für Küchentechnik und Gastronomiebedarf.
  • Mit GroupRaise aus den USA kann man als Gruppe einen Tisch in einem Restaurant buchen. Ein Prozentsatz der Rechnung wird an ein Wunsch-Hilfprojekt gespendet.
  • Journy, ebenfalls aus den USA, stellt mit Hilfe von Experten individuelle Reisepläne zusammen. Pro Stadt werden dafür 50 Dollar fällig.
  • Lunchio aus Witten ist ein Restaurantführer für die Mittagspause. Gerichte können vorab bestellt und bezahlt werden.
  • Poshpacker kommt aus Washington DC und bietet Übernachtungen an außergewöhnlichen Orten an, unter anderem in Iglus oder Höhlen.
  • Mit der Smartphone-Lösung von Roomatic aus Estland lassen sich gängige Hotel-Gästewünsche wie etwa die Taxi-Bestellung an den Zimmerservice weiterleiten.
  • Rublys kommt aus Wien und baut an einer App, mit der Nutzer Rubbellose von Unternehmen freirubbeln und Preise gewinnen können.
  • Wynd aus Paris bietet ein Software-Paket für Gastronomen, um Restaurants oder Cafés bei der Digitalisierung zu helfen. Dazu zählen unter anderem Lieferung und Bezahlung.
Bild: Metro Group