Telegram hat die Marke von 100 Millionen Nutzern geknackt. Der WhatsApp-Konkurrent von Gründer Pavel Durov, der – vermutlich – von Berlin aus operiert, verkündete das Erreichen der symbolisch wichtigen Schwelle heute per Blogeintrag. Als Nutzer gilt bei Telegram, wer mindestens einmal im Monat den Dienst einsetzt. Das tun die Telegram-User nach Aussage des Unternehmens besonders häufig: 15 Milliarden Nachrichten würden täglich verschickt, das macht im Durchschnitt 150 pro Tag und Nutzer.

Von Branchenprimus WhatsApp ist Telegram allerdings immer noch ein Stück weit entfernt: Der zu Facebook gehörende Messenger verkündete Anfang Februar, dass eine Milliarde Menschen den Dienst aktiv nutzten. Die täglich versendeten Nachrichten belaufen sich auf 42 Milliarden (ergo 42 pro Nutzer und Tag).

Die härtesten Verfolger von WhatsApp kommen vor allem aus Asien: QQ und WeChat, beides Dienste des chinesischen Internetkonzerns Tencent, verkündeten im November 860 Millionen (QQ) beziehungsweise 650 Millionen Nutzer (WeChat). Über 800 Millionen Menschen nutzen Facebooks eigenen Messenger-Dienst.

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Schon deutlich abgeschlagen folgen der aus Kanada stammende Messenger Kik mit 275 Millionen Nutzern, der Instant-Messenging-Dienst Line aus Japan, der Ende Dezember 215 Millionen Nutzer kommunizierte, und das koreanische KakaoTalk mit im Herbst 160 Millionen Nutzern.

Als besonders sichere WhatsApp-Alternativen präsentieren sich auch Threema aus der Schweiz, das seit 2014 zu Ströer gehörende Startup Hoccer aus Köln sowie Simsme, ein Dienst der Deutschen Post, den der ehemalige Staatskonzern eifrig bei Spielen der Fußball-Bundesliga bewirbt.

Simsme und Hoccer kommunizieren allerdings keine Zahlen über aktive Nutzer – das sagt schon viel über ihre Popularität. Bei Hoccer heißt es, die App sei über zwei Millionen Mal heruntergeladen worden. Simsme teilte im März 2015 mit, die Schwelle von einer Million Downloads überschritten zu haben.

Nur ein klein wenig besser steht Threema da: Die App, die von Sicherheitsliebhabern besonders geschätzt wird, spricht von 3,7 Millionen Nutzer.

Bild: Getty Images / Michael Blann