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Telegram erreicht 50 Millionen aktive Nutzer

Seit der Messaging-Primus WhatsApp Anfang des Jahres von Facebook übernommen wurde, haben eine Vielzahl von Nachrichten-Apps versucht, sich als besonders sichere, nutzerfreundliche oder einfach sympathische Alternative zu WhatsApp zu etablieren.

Neben den beiden internationalen Schwergewichten Viber (Israel) und Line (Südkorea) versuchen sich von Deutschland aus zum Beispiel auch das Kölner Startup Hoccer, das im März von Außenwerber Dirk Ströer übernommen wurde; der im Auftrag der Deutschen Post entwickelte Dienst Simsme oder das als SMS-Nachfolger propagierte Joyn der Deutschen Telekom; oder zuletzt die vom Skype-Gründer Janus Friis finanzierte App Wire, deren Team in Berlin sitzt.

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Am vielversprechendsten aber sind derzeit zwei andere Startups aus Berlin und dem Schweizer Pfäffikon: Telegram und Threema. Beide Apps können in diesen Tagen mit Erfolgsmeldungen aufwarten.

Laut Meedia war Threema 2014 die meistverkaufte App für das iPhone – vor der Fitness-App 7 Minuten Workout und der Pro-Version des Blitzerwarners Blitzer.de. Außerdem sei die Zahl der Threema-Nutzer von 200.000 im Februar auf mittlerweile über drei Millionen angestiegen.

Noch beeindruckendere Zahlen kann Telegram, der Nachrichtendienst des russischen Bruderpaars Pavel und Nikolai Durov, vorweisen: 50 Millionen aktive Nutzer habe der Dienst nun, schreibt das nach eigenen Angaben in Berlin beheimatete Startup in einem Blogpost. Und: Jede Woche kämen eine Million neue Anmeldungen hinzu.

G Tipp – Lesenswert bei Gründerszene Durov-Brüder: Handfester Zoff um Messenger-App Telegram

Dabei seien die wichtigsten Telegram-Länder „gleichmäßig über die Kontinente verteilt“, wie Pavel Durov gegenüber TechCrunch erläutert. „Erhebliche Nutzerzahlen“ gebe es in Spanien, den Niederlanden und Deutschland, außerdem in mehreren lateinamerikanischen und asiatischen Ländern.

Laut Durov erlebe Telegram eine Verschiebung seiner Nutzerschaft weg von privaten Nutzern und hin zum Einsatz als Kommunikationstool für kleine Unternehmen. „Wir sehen auch, dass mehr und mehr kleine Teams ihre Kollaboration statt via E-Mail mit Telegram erledigen.“

Gut denkbar, dass Telegram im Business-Bereich seine Nische findet – denn trotz aller ermutigenden Signale spielt Messaging-Spitzenreiter WhatsApp noch immer in einer anderen Liga als Telegram oder gar Threema. Als das Silicon-Valley-Startup im August zum bislang letzten Mal seine Zahlen öffentlich machte, da zählte es: 600 Millionen aktive Nutzer.

Bild: Gründerszene