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Telekom trennt sich von Musicload, Gamesload und Softwareload

Der deutsche Telekommunikationsriese Telekom gibt die Mehrheit seiner Download-Angebote auf. Dem Handelsblatt zufolge hielten die Portale Musicload, Softwareload und Gamesload dem Druck der starken Konkurrenz nicht mehr stand und sollen in wenigen Monaten geschlossen werden. „Geschäftlich sind diese Modelle sehr unter Druck. Für uns macht [sic] eine Fortführung keinen Sinn mehr“, erklärte der Telekom-Innovationschef Thomas Kiessling gegenüber dem Handelsblatt.

Allein der Bewegtbilddienst Videoload soll bestehen bleiben. Das Angebot profitiere von Synergien mit dem konzerneigenen Internet-TV-Dienst Entertain und soll im Gegenteil zu den anderen Downloadportalen ein – zuletzt zweistelliges – Wachstum verzeichnen.

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Auch der 2003 gestartete Liedershop Musicload hat zahlreiche deutsche Nutzer gewinnen können – mit vier Millionen Usern liege das Telekom-Angebot hierzulande dennoch nur abgeschlagen auf Rang drei hinter iTunes und Amazon. Auch der Trend hin zu Musikstreamingportalen wie Spotify habe Musicload geschwächt.

Von der Schließung von Musicload, Softwareload und Gamesload wären rund 50 Arbeitsplätze betroffen. Derzeit laufen laut dem Handelblatt jedoch noch Gespräche mit möglichen Partnern, die an einer Übernahme von Musicload und Gamesload interessiert seien.

Bild: 620 (Elke Krone) / PantherMedia