Die Testbirds-Gründer Philipp Benkler, Georg Hansbauer und Markus Steinhauser

Crowdtesting, also das Überprüfen von Webseiten durch unabhängige und private Testpersonen, liegt im Trend. Testbirds ist eine der vielen Plattformen, die in diesem Bereich mittlerweile tätig ist. Innosabi, Testcloud oder Applause zählen zu den Konkurrenten. Doch Testbirds schlägt sich wacker und hat nun erneut zwei Millionen Euro eingesammelt. Das Unternehmen will jetzt weltweit expandieren.

2011 von Philipp Benkler, Georg Hansbauer und Markus Steinhauser in München gegründet, beschäftigt Testbirds nach eigenen Angaben inzwischen 60 Mitarbeiter in München, Amsterdam, London und Stockholm. Über 100.000 Tester weltweit seien registriert und die Umsätze sollen im siebenstelligen Bereich liegen. Man stünde kurz vor dem Break-Even.

Testbirds wurde anfangs durch ein Exist-Stipendium des Bundesministeriums für Technologie und Wirtschaft gefördert und konnte sich im Juli 2012 eine siebenstellige Seed-Finanzierung durch die Walter Beteiligungen und Immobilien AG sichern. Im Frühjahr 2014 erhielt das Unternehmen schließlich eine Finanzierung über 2,1 Millionen Euro. Damit wurde erstmals innerhalb Europas expandiert. Bei der aktuellen Investitionsrunde sind nun Exortel und b-to-v Partners als neue Investoren eingestiegen, Hauptinvestor bleibt der französische VC Seventure Partners.

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Mit zwei Millionen Euro ist diese Runde nun kleiner als die im Jahr 2014. Die Gründer argumentieren, dass sie ihr Wachstum aus laufenden Umsätzen finanzieren könnten und nun nur das Geld aufgenommen hätten, das sie wirklich zusätzlich benötigen. Damit könne das Unternehmen jetzt weiter wachsen und internationale Länderteams aufgebaut werden. In den letzten zwei Jahren ist Testbirds nach eigenen Angaben um 100 Prozent gewachsen und verzeichnet Umsätze im siebenstelligen Bereich.

Testbirds lässt seine registrierten Nutzer Webseiten auf Fehler testen. Zu ihren Kunden zählen große Unternehmen wie Audi, Allianz, Deutsche Post, Henkel oder Western Union. Die registrierten Test-Nutzer erhalten Geld dafür, die jeweiligen Seiten auf Fehler zu durchforsten.

Bild: Testbirds