Investor bei Ticr: Tim Borowski

23. Minute: gelbe Karte. 47. Minute: Elfmeter. 91. Minute: Abpfiff. Klassische Fußball-Ticker findet Jörg Salamon „nett und wichtig“. Seine eigene App soll aber mehr leisten, als nüchtern Fakten wiedergeben: Mit Ticr können Fußballfans sowohl Profi- als auch Amateur-Spiele live kommentieren – mit Fotos, Videos, Audio und Text.

Ticr ist in erster Linie ein soziales Netzwerk: Nutzer sollen ihre eigene Sicht auf eine Partie schildern, jubeln und auch mal Ärger rauslassen können. „Fakten bekommt der Nutzer bei uns natürlich auch. Im Mittelpunkt steht aber der Social Content“, erklärt Salamon. Sich mit Freunden austauschen, Experten folgen oder Multimedia-Geschichten in anderen Netzwerken teilen, soll mit der App möglich sein.

Ticr-Gründer

Die Gründer und Geschäftsführer der Ticr GmbH: Jörg Salamon, Lou Richter, Daniel Helmbrecht und Nahuel Lopez Köhler (von links)

In einem YouTube-Video macht ein bekanntes Gesicht Werbung für die Ticker-App: Sport-Moderator und Comedian Lou Richter. Er ist nicht nur prominentes Testimonial für das Startup, sondern auch Mitgründer und neben Salamon, Daniel Helmbrecht und Nahuel Lopez Köhler Geschäftsführer. Mit der Entwicklung von Ticr begannen die Gründer Anfang vergangenen Jahres, im Frühsommer gründeten sie die GmbH in Hamburg.

Als Investoren an Bord sind die Ex-Fußballspieler Tim Borowski und Fabian Ernst, die Richter noch aus seiner Zeit als Fußball-Berichterstatter kennt. Langfristig will sich das Startup durch Sponsoren- und Content-Marketing finanzieren. Der Experten-Ticker zu einem Highlight-Spiel könnte dann von einer bestimmten Marke gesponsert werden. Als namhaften Kommentator konnte Ticr bislang beispielsweise den ehemaligen Schiedsrichter Bernd Heynemann gewinnen.

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Ticr ist nicht das einzige Fußball-Startup, hinter dem prominente Namen stehen. Jürgen Klopp wirbt für die Kölner Bolzfabrik GmbH, an der er auch beteiligt ist und die einen WhatsApp-Dienst für Fußballtrainer entwickelt. Fanmile setzt indes auf das Viral-Potenzial von Mario Götze.

Altstar Lothar Matthäus schmückte kürzlich die Crowdinvesting-Kampagne von Trainerstar, einer Plattform für Fußballtrainer aus dem Jugend- und Amateurbereich. Hier verfehlte das Testimonial allerdings seinen Zweck: Trainerstar musste eine Pleite einstecken. Bei der Kampagne waren anstatt der Mindestsumme von 80.000 Euro nur 3.300 Euro zusammengekommen.

Und die ehemaligen Profi-Fußballer Marcell Jansen und Gerald Asamoah haben bereits eigene Unternehmen gegründet.

Dieses Video erklärt, wie die Ticr-App funktioniert:

Artikelbild: NamensnennungWeitergabe unter gleichen Bedingungen Bestimmte Rechte vorbehalten von 2e14; Bild im Text: Ticr