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Franke geht – und bleibt doch

Der Mobilwerbungs-Aggregator Trademob (www.trademob.com/de) und COO Alexander Franke gehen künftig getrennte Wege – im operativen Bereich. Er werde der Firma aber weiter als Gesellschafter erhalten bleiben, wie CEO und Gründer Ravi Kamran auf Nachfrage versicherte. Wie Gründerszene zuvor aus anonymer Quelle erfuhr, habe es einen Streit über die weitere Unternehmensstrategie gegeben, was zu Frankes Demission geführt haben solle. Dem widersprach Kamran: „Es ist eine Trennung im Guten!“

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Alexander Franke sehe seine Stärke eher im Aufbau eines kleinen Startups hin zu einem großen Unternehmen, sagt Kamran. Diesen Schritt habe Trademob seit seiner Gründung im August 2010 vollzogen.

Deshalb habe Franke auf eigenen Wunsch die Firma verlassen, um sich nun dem Aufbau anderer Startups im Early-Stage-Bereich zu widmen. Mit Frankes Weggang reduziert sich das Management-Team von Trademob von drei auf zwei: Neben Ravi Kamran bleibt Florian Lutz, Head of Sales, an der Spitze. Frankes Aufgaben als COO – Finanzen, Vertrieb und Operations – wird interimsweise Sylvius Bardt, der Vorstandsvorsitzende der Questico AG, übernehmen.

15 Mitarbeiter entlassen, um Fokus zu schärfen

Trademob sei in den vergangenen zwölf Monaten rasant gewachsen und hat in dieser Zeit seine Mitarbeiterzahl von rund 30 auf 127 mehr als vervierfacht, heißt es vom Unternehmen. „In dieser Phase haben wir viel ausprobiert, haben aber gemerkt, dass wir besser fahren, wenn wir uns fokussieren: einerseits auf die Kernmärkte UK und USA, andererseits auf den hauseigenen DSP“, erzählt Kamran. Aufgrund der „strukturellen Anpassung“ wurden – unabhängig von Frankes Abgang, wie Kamran betont – 15 Mitarbeiter entlassen, zum großen Teil jene, die andere Märkte betreut hatten. Viele davon waren noch in der Probezeit.

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Im November 2012 hatte Trademob ein Series-B-Funding über 15 Millionen US-Dollar verkündet. Der Löwenanteil des Betrags, 12,5 Millionen, kam damals von Kennet Partners (www.kennet.com).

Die weiteren 2,5 Millionen US-Dollar stammten von den Altinvestoren Tengelmann Ventures (www.tev.de) und HTGF (www.high-tech-gruenderfonds.de). Mit dem Funding sollte die internationale Expansion vorangetrieben und die technische Plattform weiterentwickelt werden. Nun scheint sich das Unternehmen wieder stärker fokussieren zu wollen: „In Deutschland sind wir Marktführer, deshalb beschäftigen wir uns jetzt besonders mit dem englischsprachigen Markt“, sagte Kamran gegenüber Gründerszene.

Kernstück von Trademob ist eine eigene Tracking-Technologie, die Klicks, Download und In-App-Aktionen mobiler Werbung erfasst. Über eine eigene Plattform haben Trademobs Kunden Zugang zu über 100 angeschlossenen Werbenetzwerken, wie Google Adwords.