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Fahrräder vor der Firmenzentrale in Amsterdam: Die Mitarbeiterräder werden von TravelBird subventioniert

TravelBird setzte auf schnelles Wachstum. Erst im Mai bekam das niederländische Startup 16,5 Millionen Euro in seiner jüngsten Finanzierungsrunde. Der Online-Reiseanbieter verkündete beeindruckende Zahlen: Seit Anfang 2014 wurde die Zahl der Mitarbeiter von 170 auf über 650 gesteigert, das Geschäft habe man von acht Ländern auf 17 ausgedehnt.

TravelBird-CEO Symen Jansma

Mit den frischen Millionen sollten noch mehr Länder erschlossen werden. Rocket Internet hat über den Fonds Global Founders Capital insgesamt 32 Millionen Euro in TravelBird investiert, im Zuge der 16,5-Millionen-Euro-Runde erhöhte Rocket seine Anteile zuletzt auf 25 Prozent.

In der Zwischenzeit stieg die Mitarbeiterzahl sogar auf über 700 – doch jetzt kürzt das Unternehmen: 100 Stellen fallen weg, fünf Ländermärkte werden geschlossen. Das bestätigte CEO Symen Jansma gegenüber dem niederländischen Portal TravelPro. Er sagte weiter, Verträge würden nicht verlängert werden und Unternehmensaktivitäten kritisch geprüft.

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Es gebe allerdings keine Veränderungen im Management des Startups. Neben Jansma führen Mitgründer Dennis Klompalberts (CCO), Maarten Bitter (CPO), Steven Klooster (CFO), Henri Gentis (COO) und Philipp Wassibauer (CTO) das Unternehmen. TravelBird zieht sich aus Portugal, Spanien, Italien, Ungarn und Polen zurück. In Deutschland beschäftigt das Startup 70 Mitarbeiter, laut dem deutschen Mediendienst Meedia wurden hier sieben Angestellte entlassen.

„Travelbird ist nicht in Schwierigkeiten“, betont ein Sprecher gegenüber dem Dienst. „Der Ausstieg aus den fünf Ländern musste geschehen, weil sie die erwarteten Ergebnisse nicht erreichen konnten, damit Travelbird ein profitables Unternehmen wird.“

Das Startup ist laut Meedia seit Gründung im Jahr 2010 defizitär. TravelBird gibt an, 2014 seien 95 Millionen Euro umgesetzt worden.

Bild: TravelBird