twitter-werbung

Ein Beitrag von Petra Hotter, Projektmanagerin bei der Kölner Online-Marketing-Agentur Morefiremedia.

Wer sein Unternehmen mit Hilfe von Social-Media-Aktivitäten bewerben möchte, sollte nicht nur auf Google Adwords und Facebook, sondern auch auf Twitter setzen. Denn seit Februar dieses Jahres sind Twitter Ads auch im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) für kleine und mittelständische Unternehmen zugänglich.

Dies eröffnet Firmen die Möglichkeit, sogenannte Promoted Tweets über Twitter zu versenden und dadurch für das Unternehmen oder seine Produkte zu werben.

Promoted Tweets unterscheiden sich von den Standard-Tweets im Netzwerk, da sie gesponsert sind und auch durch einen entsprechenden „Sponsored“-Hinweis gekennzeichnet sind. Ziel der Promoted Tweets ist es, eine höhere Reichweite für den Twitter-Account des werbenden Unternehmens zu erreichen, das heißt die Anzahl der Follower zu erhöhen.

Anzeige
Damit dies gelingt, können Sponsored Tweets nicht nur für die eigenen Follower, sondern auch für ihnen ähnliche Nutzer geschaltet werden.

Das Preismodell bei Twitter Ads ist – ähnlich wie zum Beispiel beim Suchmaschinenmarketing mit Google AdWords – auktionsbasiert. Somit gibt es keine festen Preise für Interaktionen oder Conversions, die tatsächlich zu bezahlenden Preise ergeben sich aus der Auktion selbst. Zu Beginn einer Kampagne wird ein maximaler Betrag festgelegt, den der Werbende maximal für eine Auktion bereit ist zu bezahlen. Je nachdem, wie hoch der Wettbewerb ist, können die tatsächlichen Auktionspreise nach oben oder unten variieren. Neben der Festlegung eines Gesamtbudgets besteht außerdem die Möglichkeit, einen CPA-Wert (Cost-per-Action) festzulegen, der möglich macht, dass nur für die tatsächlich erreichten Ziele (abgeschlossene Aktionen) gezahlt werden muss. Hinsichtlich der Budgetsteuerung gibt es neben den Auktionsgeboten zusätzlich die Möglichkeit, ein Tagesbudget zu hinterlegen. Ist dieses für den aktuellen Tag ausgeschöpft, wird die Kampagne inaktiv geschaltet und pausiert bis zum folgenden Tag.

Damit die Kampagne bei Twitter erfolgreich wird, sollte nach Anlegen eines Profils wie folgt vorgegangen werden:

Land und Zeitzone auswählen

Im ersten Schritt fragt Twitter nach dem Land und der Zeitzone, in der die Anzeige geschaltet werden soll. Dadurch wird nicht nur die Zielgruppe eingeschränkt, sondern auch der Grundstock für die Erstellung der Rechnungen und Berichte durch Twitter festgelegt, da sich das Netzwerk hieraus beispielsweise die Informationen zieht, in welcher Währung abgerechnet wird.

Kampagnenziel auswählen

Anschließend besteht die Möglichkeit das Kampagnenziel zu definieren. Dabei stellt Twitter verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl.

App-Installationen oder App-Interaktionen

Soll mit Twitter eine App nach vorne gebracht werden? Wer in den Social Networks stark aktiv ist, ist in der Regel auch affin für Smartphone-Applikationen. Mit der App-Installation- / App-Interkation-Option besteht die Möglichkeit, dass Follower direkt aus Twitter heraus die App downloaden und öffnen können, ohne dafür Twitter verlassen zu müssen. Der Reiz eine App zu downloaden wird dadurch erhöht und Barrieren – wie der notwendige Programm-Wechsel auf dem Handy – abgebaut.

Follower

Zur Steigerung der Follower-Anzahl auf Twitter ist diese Option bei der Definition des Kampagnen-Ziels optimal. Twitter unterstützt dabei, im Netzwerk aktiv zu sein und so Aufmerksamkeit zu generieren, die wiederum in der Regel neue Follower bringt.

Leads auf Twitter

Die „Lead-Generation-Card“ bietet die Möglichkeit, die eigene E-Mail-Liste mit Hilfe von Twitter zu erweitern. Diese Option sorgt dafür, dass die Empfänger der Sponsored Tweets ihre E-Mail-Adresse mitteilen können, ohne dafür Twitter schließen zu müssen – ähnlich wie bei der App-Installation /-Interkation.

Tweet-Interaktionen (Gesponserte Tweets)

Beim Kampagnen-Ziel „Tweet-Interkation“ steht eben diese im Vordergrund. Ähnlich des oben erwähnten CPA-Wertes wird bei der Definition dieses Kampagnen-Zieles tatsächlich nur dann gezahlt, wenn die Zielgruppe interagiert. Dadurch wird nicht nur Aufmerksamkeit erzielt, sondern auch dazu angeregt, dass über und mit dem Account gesprochen wird – zwei wichtige Komponenten von erfolgreichem Marketing und Kundenmanagement.

Websiteklicks oder Conversions

Auch zur Steigerung der Webseitenbesucherzahl und Conversions können Twitter Ads genutzt werden. Mit der Definition dieses Ziels schickt Twitter Follower sofort auch die eigene Website.

Kampagnen-Name und –Laufzeit festlegen

Ist das Ziel definiert, werden der Name und die Laufzeit der Kampagne festgelegt. Bei der Namensgebung ist es vor allem wichtig, aussagekräftige Bezeichnungen für verschiedene Kampagnen zu wählen, damit man nicht durcheinander kommt. Das Festlegen einer bestimmten Laufzeit ermöglicht es, Twitter Ads vorab an Unternehmensaktivitäten zu orientieren und beispielsweise nur in bestimmten Aktionszeiträumen zu schalten.

Zu bewerbenden Tweet erstellen und Targetings definieren

Anschließend kann zwischen der Option gewählt werden, einen bereits vorhandenen Tweet zu bewerben oder einen neuen Tweet als Twitter Ad zu verfassen, um anschließend das Targeting festzulegen.

Unter Ausrichtung stehen dazu folgende Optionen zur Auswahl:

  • Standort(e) (nach Ländern, Bundesländern/Regionen, Metropolen oder Postleitzahlen)
  • Geschlecht (Frauen und Männer, nur Männer, nur Frauen)
  • Geräte und Plattformen (iOS-Geräte, Android-Geräte, Desktop- und Laptop-Computer, Blackberry Handys und Tablets, Mobiles Web auf anderen Geräten)
  • Mobilanbieter
  • Zusätzliche Kriterien der Zielgruppendefinition (ähnliche Follower, Interessens-Targeting)
  • Zielgruppenausschlüsse

Budget festlegen

 

Im letzten Schritt wird nun das Budget für die Kampagne festgelegt. Dabei können ein Gesamt- und ein Tagesbudget festgelegt und außerdem ein CPA-Wert definiert werden. Jetzt kann es losgehen: Indem auf den „Kampagne starten“-Button geklickt wird, wird die Anzeige freigeschaltet und die Arbeit von Twitter beginnt.

Twitter Ads können somit ein interessanter Faktor werden, um Reichweite und neue Zielgruppen über Twitter zu erschließen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf dem Blog Marketingfire.

Artikelbild: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von Rosaura Ochoa, Bilder im Text: Screenshots von morefiremedia