20091103_woabi_barcoo

Gemeinsam sind wir stärker dachten sich Woabi (www.woabi.de) und Barcoo (www.barcoo.de) und schloßen sich kurzerhand zusammen. Okay, ganz so einfach war es dann wohl doch nicht, aber aufwandsärmer als bei anderen Unternehmenszusammenführungen. Denn sowohl die Barcoo UG als auch die checkitmobile GmbH bieten ein ähnliches Produkt an.

Während der Barcoo-Scanner vor allem auf Nokia-Handys sehr gut funktioniert und Produktinformationen und -bewertungen bietet, zeigt Woabis iPhone-App den NutzerInnen Möglichkeiten zum Sparen auf, indem es Produkte vergleicht. Beide greifen dazu auf das Scannen von Barcodes zurück – jene kleinen Strichsammlungen, die von Kassiererinnen immer fleißig über den piependen Laser im Supermarkt gezogen werden.

Es bestand eine Schnittmenge, beide Unternehmen hatten ähnliche Entwicklungsherausforderungen zu vollziehen und man war auch räumlich nur 200 Meter Luftlinie von einander entfernt. Also legte man beide Dienste schlichtweg zusammen. So die offizielle Version. Inoffiziell hat Checkitmobile das Berliner StartUp Barcoo gekauft, wobei man sich die Geschäftsführung allerdings nunmehr teilt. Im Impressum bei Woabi ist Barcoo-Mann Benjamin Thym sogar schon als neuer Geschäftsführer des Checkitmobile-Produkts gelistet. Gemeinsam mit Tarik Tokic, der in seinem Xing-Profil auch schon die Zusammenführung präsentiert, wird er die Geschicke der checkitmobile GmbH fortan leiten.

Die beiden Marken werden aber nicht etwa zusammengelegt, sondern unabhängig voneinander aufrecht erhalten. Woabi wird sich auch weiterhin auf Preisvergleiche und Mobile Shopping konzentrieren, während Barcoo sich eher dem Qualitätscheck der Produkte widmet. Soll Woabi für das günstige Produkt stehen, feilt Barcoo weiter an der Lebensmittelampel.

War man sich erstmal über die inhaltliche Kooperation einig, verband man auch das Praktische mit dem Nützlichen und holte gleich noch eine Finanzierungsrunde rein. Weder zur Höhe der Finanzierungsrunde noch zum Namen des Investors möchte man sich jedoch äußern.

Mit dem frischen Kapital und den gebündelten Ressourcen werden nun die jeweiligen Produkte verbessert und auf weitere Plattformen ausgeweitet. Und das ist teilweise auch sinnvoll, fehlt es Barcoo doch beispielsweise an einer iPhone-App (!) und auch Woabi lief im Gründerszene-Test noch nicht mit allen Barcodes. Besagte App soll in zirka vier Wochen als iPhone-Client folgen.