Uber macht bald Wundercar Konkurrenz

Der Limousinendienst Uber (www.uber.com) wird in Berlin offenbar bald auch private Fahrer als Chauffeure einsetzen. Unter dem Namen UberPop lässt das US-Unternehmen schon in anderen europäischen Städten wie Paris, Brüssel oder Barcelona private Fahrer mit ihren eigenen Autos Gäste umherfahren. Die Bedingung: Die UberPop-Fahrer müssen seit mindestens drei Jahren einen Führerschein besitzen und werden vorab überprüft. Nun soll der Service offenbar auch in der deutschen Hauptstadt starten.

Update, 14. April 2014: UberPop in Berlin ist beschlossene Sache: Das Unternehmen bestätigte nun gegenüber Gründerszene, dass der Dienst schon am morgigen Dienstag starten werde. Allerdings kann sich Uber schon auf Gegenwind aus der Taxibranche einstellen: So ließ der Vorsitzende des Taxiverbandes Berlin-Brandenburg, Detlev Freutel, in der Berliner Zeitung verlauten, er halte UberPop sowie den Konkurrenzdienst Wundercar für illegal. „Egal ob man es Trinkgeld nennt oder anders – wenn gegen ein Entgelt befördert wird, braucht es eine Konzession,“ so Freutel. Er erwarte, dass die Behörden gegen die Dienste vorgehen würden. „Wer für einen solchen Dienst fährt, bewegt sich auf dünnen Eis.“ Der Taxiverband hatte zuletzt auch Uber-Konkurrent Blacklane wegen des Einsatz von Smarts bei der Aufsicht verpetzt: Taxen und Mietwägen müssten aus Sicherheitsgründen zwei Türen auf der rechten Seite besitzen, bemängelte der Verband.

Die erste Version des Artikels erschien am 10. April 2014. 

Anzeige
Wie der Mobilitätsblog Getmobility zuerst berichtete, soll es bei Uber Pläne geben, den Dienst bald in Berlin zu launchen. Gegenüber Gründerszene wollte das Unternehmen nicht offiziell bestätigen, dass ein Deutschlandstart bevorstehe. Entsprechende Pläne würden aber geprüft. „Ziel von Uber ist es, überall zu sein“, sagte ein Sprecherin. „Berlin ist da keine Ausnahme.“

G Tipp – Lesenswert bei Gründerszene Shareconomy: Wundercar macht private Autofahrer gegen Trinkgeld zu Chauffeuren

Erst kürzlich war mit der Transport-App Wundercar nach dem Vorbild des US-Startups Lyft ein ähnliches Modell in Deutschland gestartet. Rechtlich befindet sich das Modell hierzulande in einer Grauzone, weil bezahlte Fahrer einen Personenbeförderungsschein benötigen. Wundercar umgeht das Gesetz, indem die Kunden die Fahrer mit einem freiwilligen Trinkgeld bezahlen. In anderen europäischen Städten werden die UberPop-Fahrer bislang mit einem festen Satz bezahlt. In Paris beispielsweise liegt der Mindesttarif für UberPop bei vier Euro im Vergleich zu zwölf Euro beim klassischen Uber-Limousinenservice. Pro Kilometer zahlen die UberPop-Kunden 1,30 Euro pro Kilometer, beim „Original Uber“ 1,55 Euro.

Bild: Panther Media, Worac