Unister Axel Springer

Unister-Gründer Thomas Wagner (l.) und der neue Unister-COO Andreas Prokop

CEOs für zwei Tochterunternehmen gesucht

Das Leipziger Startup Unister soll aufgespalten werden. So hatte es das Manager Magazin berichtet. Bereits im vergangenen Jahr sei eine Investmentbank damit beauftragt worden, den Prozess zu steuern. Unister widerspricht dem Bericht: „Es droht keine Aufspaltung. Diese Behauptung ist falsch“, heißt es als Reaktion in einer offiziellen Stellungnahme vom späten Dienstagabend.

Das Manager Magazin hatte auf zwei neue Unister-Töchter hingewiesen: Für die noch zu gründenden Unternehmen Unister Comparison und Unister Ventures wird jeweils per Ausschreibung ein Geschäftsführer gesucht.

Unister selbst hatte bereits in dem Bericht die Zerlegung dementiert, davon könne keine Rede sein. Es gehe um eine neue Struktur.

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Zuletzt war Unister Mitte Januar in die Schlagzeilen geraten: Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat wegen Steuerhinterziehung Anklage gegen fünf Manager des Leipziger Startups gestellt.

Zu Unister gehören bekannte Reisemarken wie fluege.de und ab-in-den-urlaub.de. Auch Finanzportale wie geld.de und preisvergleich.de betreibt das Unternehmen. Diese sollen laut Stellenausschreibung in Unister Comparison integriert werden. Unter der Unister Ventures werden laut Stellenanzeige Portale wie shopping.de, news.de und auto.de gepackt. Zu den Aufgaben beider CEOs gehört laut Ausschreibung die „Vorbereitung und Durchführung von Finanzierungsrunden“. Man sei aber nicht auf der Suche  nach Investoren, teilte das Unternehmen in seiner offiziellen Reaktion von Dienstagabend mit.

Ein nicht namentlich genannter Insider hatte auf Manager Magazin Online gemutmaßt, dass Unister neue Gesellschafter suche, um Liquidität zu erhalten. Das Unternehmen selbst lässt in dem Bericht mitteilen, dass es so finanziert sei, dass es unabhängig von Banken agieren kann.

Allerdings bereitet Unister  nach eigener Aussage die Suche nach strategischen Partnerschaften vor. Mit Abschlüssen in diesem Jahr sei jedoch nicht zu rechnen.

Bild: Unister; Update am 28. Januar 2014, 20.20 Uhr; die ursprüngliche Version des Textes erschien am 28. Januar 2014, gegen 15.30 Uhr.