Unister verkauf

Unister-Gründer Thomas Wagner (links) und COO Andreas Prokop

Ist Unister 1,5 Milliarden Euro wert?

Der Leipziger Portalbetreiber Unister intensiviert laut einem Agenturbericht die Suche nach einem Käufer für das Unternehmen. Wie Bloomberg unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle schreibt, hat Unister die Investmentbank Jefferies mit der Suche nach einem Kaufinteressenten beauftragt.

Dabei soll die Bewertung des 2002 gegründeten Unternehmens bei bis zu 1,5 Milliarden Euro liegen. Als mögliche Käufer dürften vor allem Private-Equity-Firmen in Frage kommen.

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Unister wollte sich am Montag nicht zu dem Bericht äußern. Unternehmenssprecher Konstantin Korosides sagte gegenüber Gründerszene: „Wir kommentieren Marktspekulationen grundsätzlich nicht.“

Die Investmentbank Jefferies hatte schon im November den 1,5 Milliarden schweren Scout24-Deal für die Telekom über die Bühne gebracht. Käufer war das US-amerikanische Beteiligungsunternehmen Hellman & Friedman.

Im vergangenen Sommer war über einen Verkauf von Unister an den Medienkonzern Axel Springer spekuliert worden. Im Januar dementierte das Unternehmen einen Medienbericht, wonach eine Aufspaltung des Portalbetreibers bevorstünde. Man sei allerdings dabei, „für sich einen neuen Unternehmensaufbau aufzusetzen“.

In den vergangenen Monaten hatte der Betreiber von Seiten wie Ab-in-den-urlaub.de, Fluege.de oder Geld.de vor allem mit Negativschlagzeilen zu kämpfen – es gab Razzien, Festnahmen und Ermittlungen gegen Teile des Managements. Prominente Unterstützung erhält das Unternehmen jedoch weiterhin – so verlängerte Fußballrentner Michael Ballack vor wenigen Tagen seinen Werbevertrag mit Ab-in-den-urlaub.de.

Bild: Unister