Unternehmertum wird universitätstauglich – Besuch auf dem 1. EBS Gründungs-Forum
Auf Schloss Reichartshausen des Campus Oestrich-Winkel fand genau heute vor einer Woche nicht etwa ein Bankett statt – wie man es bei einem Schloss vielleicht vermuten würde – aber auf eine Art etwas ähnliches: das EBS Gründungs-Forum des studentischen Ressorts EBSpreneurship der European Business School (EBS).

Ziel des Events sollte sein, Gründungsinteressierte, Gründer sowie Kapitalgeber zusammen zu bringen, um eine innovative Kommunikationsplattform zu schaffen. Glaubt man Kolja Hebenstreit, der als Speaker zum Thema Erfolgsfaktoren für StartUps gesprochen hat, ist dies auch gelungen: ”Es freut mich sehr, dass die EBS so auflebt. Lange stand nur die WHU für Unternehmertum, doch langsam fangen die anderen Unis an nachzuziehen. Egal ob EBS, Uni Mannheim oder TU München.”
Neben Team Europe-Partner Kolja Hebenstreit sprach auch eine Reihe anderer interessanter Referenten. Unter anderem McFit-CEO Rainer Schaller, der erläuterte, dass viele Marktführer eine Konvention des Marktes gedreht haben, beispielsweise IKEA, das seine Kunden dazu brachte, Möbel selbst aufzubauen. Schaller selbst hat sich gegen den Wellnesstrend gestellt, den nur wenige Fitnessstudiobesucher genutzt haben, für den aber alle zahlen mussten. So gelang es ihm, den deutschen Marktführer und Platz fünf in der Welt aufzubauen. Weiterer Sprecher waren etwa auch Arndt Kwiatkowski, einer der Gründer von ImmobilienScout24 oder Frederik Fleck (SMS Guru) – allesamt hochrangige Vertreter der Gründerszene.
Ab halb Zwölf moderierten Ulf S. Baecker (usbaecker capital GmbH) und Anna Klink (EBS Bachelor 2011) ein Panel, das interaktiv wie selten geführt wurde. Dort war auch Cornelius “Conny” Börsch (Mountain Partners) zugegen, ein Vorzeigeunternehmer der EBS, welcher der EBS bereits vor Jahren einen Gründer-Lehrstuhl gestiftet hat. Zuvor sprach er bereits in einem Vortrag über seinen Blick auf die StartUp-Welt und dass er als Verfechter von Spray and Pray daran glaubt, dass das Team entscheidet – vor der Geschäftsidee.Insgesamt waren zirka 130 Besucher auf dem EBS Gründungs-Forum und besuchten neben den Vorträgen und dem Panel auch Workshops von Projecter (Onlinemarketing von StartUps), Käuferportal (Die erste eigene Unternehmensgründung – worauf ist zu achten?), your delivery oder Osborne Clarke (Beteiligungsverträge, VC-Term – Ansichten von VCs und Gründern). Natürlich standen auch wieder Elevator Pitches und eine Preisverleihung auf dem Plan. In diesem Fall das Finale des Selfmade-Gründerwettbewerbs. Resümierend verlässt man das Schloss Reichartshausen also mit dem Eindruck, dass die Organisation gelungen und spannende Leute vor Ort waren, die ein vielfältiges Angebot wahrnehmen konnten.
Über den Autor Joel Kaczmarek:
Joel Kaczmarek ist seit März 2009 Chefredakteur von Gründerszene. Damit verantwortet er die Zusammenarbeit mit den Ressortleitern und den Bereich “News” und “Allgemeines”. Joel hat einen Master in Europäische Medienwissenschaft und hat Design Thinking am HPI studiert. Sein Gründerszene-Debut hat Joel mit der ersten StartUp-Story “Dienstag ist Betterplace-Tag” geliefert. Joel hat die Gründerszene-Datenbank entwickelt, die im November 2009 an den Start ging.




Kolja Hebenstreit sollte, wenn er Münchener Hochschulen nennt, an denen Unternehmertum/Entreprepenurship eine große Rolle spielt, neben der TU München auch die LMU München mit dem LMU Entrepereneurship Center und dem LMU SPin-off Service sowie die Hochschule München (FH) mit dem Strascheg Center for Entrepreneurship erwähnen.
@Christoph, dann wäre das Zitat zu lang geworden ;). Aber die von dir genannten machen auch einen Top Job.
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