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Normalerweise verbindet man eher die Westküste der Vereinigten Staaten mit IT-Unternehmen. Doch wenn die Metropole an der Ostküste ruft, nehmen Branchenaffine gerne ein paar Stunden Flug in Kauf und pilgern in Richtung New York. Anlass dazu gab es zuhauf. Neben der Internetweek, die sich zum Ziel setzt, die New Yorker Internetszene in das richtige Licht zu rücken, bot auch das Mobile Marketing Forum, veranstaltet von der MMA (Mobile Marketing Association), reichlich Anlass für interessante Gespräche und aufschlussreiche Meetups.

Einen ausgezeichneten Vorgeschmack auf die Woche lieferte die New Yorker Version des Mobile Monday. Mit Blick auf den Hudson River diskutierten Nihal Mehta (CEO, Buzzd), Kai Shimeda (CEO, Infinita) und Harald Neidhardt (CMO, Smaato) trefflich über Marktentwicklungen und was sie persönlich besonders an dem Thema Mobile fasziniert. Im Anschluss begab man sich in eine Rooftop-Bar über den Dächern des hippen Meatpacking Districts, um die Gespräche zu vertiefen.

Das Mobile Marketing Forum wiederum thematisierte die weiterhin steigenden Budgets für Werbung auf Mobiltelefonen sowie die Herausforderungen und Chancen, mit denen sich Player in dem noch relativ jungen Markt konfrontiert sehen. Der Präsident der MMA, Mike Wehrs, brachte die Entwicklungen des letzen Jahres auf den Punkt: “Mobile is moving from experimental to essential.” Gelegentlich wurde auch ein Interesse an dem europäischen Markt deutlich. So verkündete beispielsweise Paul Palmieri (CEO, Millennnial Media), dass bereits 27% Prozent der deutschen Mobilfunknutzer im regelmäßigen Kontakt mit Werbung auf Mobiltelefonen stehen. Interessanterweise zeigten sich deutliche Mentalitätsunterschiede zwischen der Welt der großen Marken und Agenturen an der Ostküste und der eher technikgetriebenen Westküste. Dieser Umstand belebte die Panel Diskussionen maßgeblich und verhalf dem Event zu den notwendigen Kontroversen über die Frage, wie die spezifischen Eigenschaften des Mobiltelefons dabei helfen können, Werbung in Zukunft relevanter und attraktiver werden zu lassen.

Das Programm der Internetweek ließ keine Wünsche offen. Tagsüber luden StartUps und Universitäten zu unzähligen Events ein, abends fiel es ausgesprochen schwer, zwischen den vielfältigen Partyangeboten zu entscheiden. So konnte man etwa im noblen Waldorf Astoria Dot.com-Pioniere wie Mark Cuban (Gründer, broadcast.com) treffen, in der neu eröffneten „Microsoft Gallery“ sich Windows 7.0 und Surface vorführen lassen oder mit Techcrunch Autoren (MG Siegler) ein paar Drinks schlürfen.

Summa summarum weiß die Internet Szene in New York die Vielfalt und Vitalität der Stadt hervorragend darzustellen und zu nutzen und muss sich diesbezüglich nicht hinter der Bay Area verstecken. Man darf gespannt sein, welche Startups diese Infrastruktur in Zukunft noch zu Tage fördern wird – an Potential mangelt es mit Sicherheit nicht.

Über den Autor:

Johannes HeinzeJohannes Heinze ist im Moment als Product Manager für den Mobile Ad Optimizer Smaato im Silicon Valley tätig. Zuvor stand er verschiedenen StartUps und Unternehmen beratend zu Seite und gründete neben seinem Studium an der Zeppelin Universität Friedrichshafen die auf Hochschulen spezialisierte Medien Agentur foursin.

In New York war er für Gründerszene als Berichterstatter unterwegs und wird auch auf der Mobile 2.0 verteten sein, um für die deutschen Leser aus Barcelona zu berichten.