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Keine Datum ist passender als der 9. November um über Umbrüche in Gesellschaft und Wissenschaft zu referieren. Zum 20. Jahrestag der bedeutendsten politischen Veränderung Europas, der Wiedervereinigung Deutschlands stellen führende Sprecher aus den Bereichen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ihre Visionen der Zukunft im Berliner Radialsystem V vor.

Visionen haben einen großen Nachteil. Ob und wann sie in Erfüllung gehen, ist immer ungewiss. Selbst der größte aller Seher, Michel de Notredame, versteckte seine Voraussagungen in kryptischer Versform, um nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden bei Falschaussagen (oder Vorhersagen, die sich gegen das herrschende System richteten). Erst im Nachhinein ist es dem Leser der Schriften des Nostradamus möglich, die Zusammenhänge und Folgen der Ereignisse in Verbindung zu bringen. Die heutigen Visionäre berufen sich nicht auf göttliche Eingebung oder Verschlüsselung, wenn sie ihre Vorstellungen der Zukunft präsentieren. Ihre Prognosen beruhen auf konkreten Zahlen und Fakten. Und sie können beinahe präzise den Zeitpunkt für ihre Vorhersage benennen.

Am 9. November 2009 kommen die vielen Visionen der heutigen Zeit an dem Ort zusammen, vor zwei Dekaden ein Traum Wirklichkeit wurde. Im Radialsystem V, auf dem Gebiet des ehemaligen Todesstreifens im Herzen Berlins und dem Brennpunkt der zwei vorherrschenden politischen Systeme Europas des 20. Jahrhunderts, werden insgesamt 30 Redner der verschiedensten Disziplinen vor einem ausgewähltem Publikum die Zukunftsrichtung der Gesellschaft angeben.

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Die Einstein-Stiftung organisiert die Wissenschaftskonferenz Falling Walls unter dem Motto „Welche Mauer fällt als nächstes?“, um buchstäblich die Grenzen einzureißen und den Weg frei zu machen für Veränderungen. Die Liste der Redner liest sich dementsprechend wie ein Who is Who. Zu den bekanntesten Namen zählen Angela Merkel, Bundeskanzlerin Deutschlands, Muhammad Yunus (nominiert für den Nobelpreis 2006) und der Direktor des CERN, Rolf-Dieter Heuer. Die Liste erstreckt sich aber noch weiter über Professoren und Doktoren bis zu Vorstandsvorsitzenden. Thematisch stoßen alle Redner an die Grenzen wissenschaftlicher Disziplinen und offerieren in ihren jeweils 15-minütigen Vorträgen Ausblicke in die Zukunft der verschiedenen Disziplinen.

Doch nicht nur die Rednerliste verspricht viel. Auch der Inhalt der ausschließlich in Englisch gehaltenen Vorträge ist sehr breit gefächert, sodass jedem Teilnehmer ein umfassender Überblick über die Innovationen und Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft gegeben wird. Die Themengebiete erstrecken sich von Anthropologie über Ingenieurwissenschaften bis hin zu Quantenphysik. Eine Anmeldung ist noch möglich, allerdings ist die Teilnehmerzahl bisher auf 500 begrenzt. Die Ticketpreise liegen zwischen 150 und 5.000 Euro.

GEWINNEN, GEWINNEN, GEWINNEN – Karten im Wert von 2.500 Euro abstauben

Gründerszene betätigt sich als Seher, schaut kurz in die Glaskugel und verspricht einer Leserin oder einem Leser den kostenfreien Zutritt zu dieser außergewöhnlichen Konferenz. Das Ticket im Wert von 2.500 Euro wird unter allen Tweets ausgelost, die bis zum 3. November 2009 mit dem Satz „Falling Walls Wissenschaftskonferenz 2009 – mit @gruenderszene kostenlos bis an die Grenze gehen“ in die Welt geschickt werden. Das Ticket beinhaltet nicht nur die Konferenz plus Verpflegung am 9. November, sondern zusätzlich eine Führung durch den Wissenschaftspark Berlin-Adlershof am Abend des 8. November.

UPDATE: Rene Hentschel (@ReneHentschel) wurde aus der Twitter-Lostrommel gezogen und gewinnt damit das Ticket für die Wissenschaftskonferenz. Gründerszene wünscht viel Spaß und bedankt sich bei allen Beteiligten.

Ort: Radialsystem V, Holzmarktstrasse 33, 10243 Berlin

Datum: 9. November 2009

Uhrzeit: 8-19 Uhr (im Anschluss ein Dinner mit einer Rede von Harold James / Princeton University)