Music Vevo Deutschland

Vevo: Mit Sony und Universal im Rücken nach Berlin

Vor wenigen Tagen erst machte das Berliner Musikferseh-Startup Tape.tv mit der Übernahme der Meinungsplattform Amen Schlagzeilen, nun steht Konkurrenz ins Haus. Und wahrlich keine geringe: Noch in diesem Jahr will der aus den USA stammende Musikstreamingdienst Vevo in Deutschland starten. Die Tochter von Sony und Universal weist mehr als 75.000 Musikvideos, Live-Konzertmitschnitte und eigenproduzierte Programminhalte aus.

Das Hauptquartier der hiesigen Aktivitäten wird in Berlin stehen. Die deutsche Geschäftsleitung übernimmt Tina Funk, die bereits bei EMI Germany alle sogenannten Fronline-Labels (Capitol, Electrola und Virgin/Labels/Mute) betreute und sich ihre Musikbusiness-Sporen zudem bei Virgin, Mute, V2 und Intercord Tonträger verdient hat.

Interessant dabei: Der Launch des 2009 gegründeten Vevo in Deutschland wird von Beginn an von der Verwertungsgesellschaft Gema und deren Künstlern unterstützt, eine entsprechende Vereinbarung sei bereits getroffen, heißt es. Viele Musikstreaminganbieter wie Spotify waren erst nach langem Hin- und her und über Sonderlösungen mit der Verwertungsgesellschaft überein gekommen.

Enge Verknüpfung mit Youtube und Google

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Besonders namhaft streitet sich Googles Videoplattform Youtube seit Längerem mit der Gema, ein Teil der Inhalte sind hierzulande nicht verfügbar. Außerhalb Deutschlands kooperieren Vevo und Youtube. Bereits im Februar hatte Billboard über eine mögliche Beteiligung des Internet-Riesen Google an der Plattform spekuliert, bis zu 50 Millionen US-Dollar könnte das Sieben-Prozent-Paket wert sein, hieß es damals. Anfang Juli dieses Jahres berichtete TechCrunch dann über den Vollzug, allerdings ohne die Details bestätigen zu können.

Vevo ist nun in insgesamt 13 Länderm weltweit vertreten und soll neben dem (mobilen) Webauftritt auch über kostenlose Mobile- und Tablet-Apps, Apple TV sowie Microsofts Spielekonsole Xbox genutzt werden können. Obwohl der Dienst selbst die Nutzer stark einbinden will, kann der eigene Musikgeschmack selbstverständlich über die üblichen sozialen Kanäle geteilt werden.

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