Krankenkasse DAK stellt Insolvenzantrag

Insolvenz für Vibewrite: Das Münchner Startup, das einen digitalen Lernstift entwickelt, ist schon pleite, wie Deutsche Startups zuerst berichtete. Und das, obwohl die Crowd über Seedmatch in den vergangenen Monaten über 560.000 Euro gezahlt hatte. „Das ist im Verhältnis nicht viel Geld. Schließlich ist das, was wir machen, Hochtechnologie“, sagte Gründer und CEO Falk Wolsky im Gespräch mit Gründerszene.

Vibewrite entwickelt und produziert einen Digital-Stift, der die Handschrift mit Bewegungssensoren erkennt. Über WLAN oder Bluetooth kann das Geschriebene dann auf den PC oder das Smartphone übertragen werden. Zuerst entwickelte Vibewrite einen Lernstift für Kinder, der bei Rechtschreibfehlern vibriert. Bisher gab es allerdings nur frühe Vorab-Versionen des Stiftes.

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Das über Seedmatch eingesammelte Geld sei in den vergangenen Monaten in die Entwicklung des Lernstiftes und das Team geflossen, sagt Wolsky, der Vibewrite 2013 gemeinsam mit Daniel Kaesmacher und Alexander Hanke gründete. 20 Mitarbeiter waren bei dem Startup im Sommer beschäftigt, mittlerweile sind es nur noch zehn.

Den Insolvenzantrag hatte die Krankenkasse DAK gestellt, nachdem Vibewrite die Abgaben für Mitarbeiter nicht mehr zahlen konnte. „Konkret ging es um einen Mitarbeiter“, verteidigt sich Wolsky. Von Insolvenzverschleppung könne nicht die Rede sein.

Nun ist Vibewrite auf der Suche nach einer Anschlussfinanzierung in Höhe von 1,5 Millionen Euro. „Leider war bisher keiner der größeren Investoren bereit, auf Basis des aktuellen Entwicklungsstandes mit uns den Weg zur Marktreife zu gehen“, schreibt Geschäftsführer Daniel Kaesmacher in einem Blogeintrag bei Seedmatch. Die Suche nach Investoren laufe weiter, sagt Wolsky. Auch die Crowd wolle Vibewrite noch einmal um Geld bitten. „Ich glaube, dass wir das Investment noch stemmen. Wir werden nicht untergehen.“

Bild: Vibewrite