Second Hand

Videdressing: Deutschland-Start Anfang September

Noch nicht lange ist es her, dass der Fashion-Marktplatz Videdressing (www.videdressing.com) eine Sechs-Millionen-Dollar-Runde abgeschlossen hat – geführt von DN Capital, Earlybird und Piton. Nun wird die Runde erweitert und auch der neue Samwer-Fonds Global Founders Capital investiert. Wie viel Kapital der von Oliver und Marc Samwer sowie dem früheren Delivery-Hero-Co-CEO Fabian Siegel geführte Fonds auf die ursprünglichen sechs Millionen Euro drauf legt, wird allerdings nicht verraten. Dafür aber, dass der Fonds parallel auch in den britischen Kleiderverleih GirlMeetsDress investiert hat sowie in die Online-Sprachlernschule Lingoda – „mehr als fünf Millionen US-Dollar“ in alle drei zusammen .

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Videdressing will mit dem neuen Geld seine internationale Expansion schneller voran treiben – und nimmt sich sogleich auch den deutschen Markt vor, schon in einigen Tagen soll es los gehen. Mit Anbietern wie das Accel-finanzierte Kleiderkreisel, VintageHub, das unlängst ebenfalls mit einem Millionenbetrag ausgestattete Glamloop, Mädchenflohmarkt oder dem gerade erst gestarteten Rebelle gibt es hierzulande zwar schon einige Anbieter im sogenannten „Pre-loved Fashion“-Markt. Auch der britische Versender Asos hat längst einen entsprechenden Marktplatz aufgebaut. Dennoch sieht Videdressing eine Lücke für sich und will mit seinem bereits bestehenden Angebot an hochwertigen Artikeln aus unterschiedlichen Ländern punkten.

Der Charme des Gebrauchten

Gestartet wurde Videdressing bereits Ende 2009 von den amerikanischen und französischen Gründern Meryl Job und Renaud Guillerm. Das Jungunternehmen versteht sich als Peer-to-Peer-Marktplatz, auf dem weltweit Mode und Accessories ge- und verkauft werden können.

Der Handel mit gebrauchter Kleidung hat sich in den vergangenen Monaten zum echten Trend entwickelt – zumindest was das Angebot angeht. Zwar lässt die schiere Anzahl der zuletzt gestarteten Anbieter auf einen bereits jetzt starken Wettbewerb schließen. Entschärft wird dieser allerdings durch einen unterschiedlichen Fokus der jeweiligen Plattformen. Dieser reicht von Kindermode, die sich etwa Kirondo als Segment ausgesucht hat, über Allrounder wie Kleiderkreisel bis hin zu den High-End-Plattformen wie Rebelle oder nun Videdressing. Ob der Gebrauchtkleidungsmarkt allerdings schon etabliert genug ist, damit auch in den unterschiedlichen Segmenten mehrere ambitionierte Anbieter bestehen können?

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