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Die Vimcar-Gründer Christian Siewek und Lukas WeberAndreas Schneider (v.l.)

Connected Car wird neben E-Mobilität, Sharing und Autonomes Fahren immer wieder als Trend-Thema angeführt. Dabei haben sich VCs in diesem Segment bislang eher zurückhaltend gezeigt. Das Berliner Startup Vimcar hat nun mit seiner Serie-A-Finanzierung gleich einen großen Kapitalgeber aus der Reserve locken können.

Unter anderem geht Unternehmertum Venture Capital Partners an Bord, fünf Millionen Euro kommen insgesamt zusammen. Der Münchner VC hält Beteiligungen an Flixbus und hat kürzlich seine Anteile von Free2Move, ehemals Carjump, an die Auto-Gruppe PSA verkauft. Daneben ist nun auch der deutsche VC Coparion an Vimcar beteiligt. Mit dem frischen Geld will das Startup sein Produktangebot stark ausweiten, heißt es bei Vimcar.

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Wenn es darum geht, Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller miteinander zu vernetzen, braucht es eine Art Übersetzer. Denn jede Marke spricht ihre eigene Sprache, wenn die Fahrzeugdaten ausgelesen werden sollen. Das betrifft zum Beispiel den Tankstand oder auch die Anzeige für den Reifendruck. Interessant wird die Thematik für Unternehmen, die ihre Dienstfahrzeuge in Flotten verwalten. Genau hier setzt das Startup Vimcar mit einem digitalisierten Fahrtenbuch an. Die Berliner liefern die Hardware-Schnittstelle, die ins Auto eingebaut wird und sorgen anschließend für die Auswertung der Daten mit einer Software. Hierzu werde sich Vimcar neben dem Fahrtenbuch zukünftig auch der Verwaltung der Tankkarten, Führerscheinkontrollen und Leasingverträge widmen, teilte das Unternehmen mit.

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Gegründet wurde Vimcar 2013 von Andreas Schneider, Christian Siewek und Lukas Weber. „Wir konzentrieren uns auf Fuhrparks, die wenig Zeit und Ressourcen haben, ihre Firmenfahrzeuge effizient zu managen“, sagt Siewek über die Zielgruppe. Inzwischen sollen über 5.000 Unternehmen den Service innerhalb der DACH-Region nutzen. Kooperationspartner sind der Deutsche Steuerberaterverband, DATEV, Haufe- Lexware und Media Markt. 35 Mitarbeiter und ein Wachstum von etwa 300 Prozent habe es im vergangenen Jahr gegeben, so das Unternehmen. Neben Vimcar arbeitet auch das Frankfurter Startup OTP an einer Connected-Car-Lösung.

Bild: Vimcar; Der Artikel wurde nachträglich angepasst.