Volders_Founder

Volders-Gründer Jan Hendrik Ansink

Manche Nutzer würden bloß drei bis fünf Verträge hochladen, bei anderen kämen sogar bis zu 25 zusammen, erzählt der Volders-Gründer Jan Hendrik Ansink. „Viele wissen gar nicht, wie viele Verträge sie zuhause eigentlich rumliegen haben.“ Bei der Organisation des Papierkrams will das Berliner Startup helfen: Verträge für Strom, Smartphone oder Fitnessstudio können hochgeladen und aus der App heraus gekündigt werden. Seit dem Start im Jahr 2014 seien so 400.000 Verträge beendet worden, heißt es vom Startup, das früher Vertragslotse hieß.

Im Unterschied zu dem bekannten Service Aboalarm bekommen die App-Nutzer von Volders seit kurzem auch Wechselangebote für ihre Verträge. Sie können direkt in der App nach besseren Angebote suchen. Wenn Nutzer tatsächlich den Anbieter beispielsweise für ihre Stromversorgung über Volders wechseln, erhält das Unternehmen dafür eine Provision. Wie häufig das Angebot bisher genutzt wurde, verrät das Startup nicht. Die Vertragsorganisation in der App ist ansonsten kostenlos.

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Vor etwa einem Jahr erhielt das Unternehmen 800.000 Euro von den Investoren Mountain Partners und der KfW. Nun gibt es wieder Geld: Das Unternehmen schließt eine Finanzierungsrunde über 1,7 Millionen Euro ab. Neu dabei sind zwei Szene-Köpfe: Der Mitgründer von Home24 und Warpspeed-Venture-Macher Felix Jahn und der Lieferando-Mitgründer Kai Hansen.

Mit dem Kapital will das Startup die App weiterentwickeln und die Vergleichsangebote ausbauen. Volders visiert außerdem an, die Nutzerzahlen in den kommenden zwölf Monaten zu verdoppeln. Bislang haben 300.000 Nutzer mindestens einen Vertrag über die App oder die Desktop-Version hochgeladen, heißt es vom Unternehmen. 20 Mitarbeiter arbeiten in Berlin für Volders.

Bild: Volders