Guten Morgen! Und wer kocht jetzt den Kaffee?

Am Anfang jedes neuen Startups steht eine Idee. Und die Geschichte der Entstehung dieser Idee klingt bei den Machern der neuen Herrenunterwäschemarke Get Amber so hübsch, dass man sie an diesem etwas zu kühlen und zu dunklen Frühsommertag gerne nacherzählt. Ganz egal, ob sie sich wirklich genau so zugetragen hat oder nicht:

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Jedenfalls begann alles an einem Sonntagmorgen. Nach einer ziemlich aufregenden Nacht. Das milde Licht blinzelte ins Schlafzimmer. Einer der Gründer von Get Amber, welcher wird nicht verraten, drehte sich noch einmal im Bett um und dachte an die vielfältigen Geschehnisse des Abends. Mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Doch dann weckte ihn der Duft nach frischem Kaffee endgültig auf – und sein Blick fiel auf die aufregend schöne Frau, mit der er die Nacht verbracht hat, und die nichts weiter trug als eben diesen Duft nach Kaffee – und seine Unterhose.

Ok, ihr könnt auch wieder aufwachen. Herrenwäsche mit hübschen Mädchen präsentiert und vermarktet. Darum geht es bei Get Amber. Punkt. Die Produkte sollen außerdem von hoher Qualität und sehr schick gestaltet sein. Ja, klar. Bis jetzt gibt es im Onlineshop drei verschiedene Boxershorts zu kaufen. Mit Ananas, Kakadus oder Flamingos. Sportliche 32 Euro werden aufgerufen und neue Modelle sollen schon bald dazu kommen. Die Werbefotos sind jedenfalls sehr ansehnlich geworden. Und einen Account auf Instagram mit immerhin 3126 Abonnenten gibt es auch. Aber brauchen wir das wirklich? Sind hübsche Mädchen, die Wäsche für Männer vermarkten, wirklich schon eine tragfähige Geschäftsidee?

Get Amber wurde im Februar 2015 von Gennadi Tschernow (27) und Marius Stäcker (26) gegründet. Beide verfügen bereits über einige Gründungserfahrung und haben vorher die Berliner Startups Arzttermine.de und Fahrschulvergleich.de mitgegründet. Get Amber ist eigenfinanziert, beschäftigt lediglich eine Designerin und vertreibt seine Produkte seit Anfang Juni über die eigene Website.

Foto: Get Amber