Zusammen mit dem Filmproduzenten Christopher Zwickler und dem Businessangel Alexander Artopé entwickelten die Regisseure Roland Emmerich und Marco Kreuzpaintner vor rund dreieinhalb Jahren das Startup Flimmer. Die Idee: Zuschauer am heimischen PC oder Fernseher werden für das Ansehen von Kinotrailern mit jeweils zehn Cent bezahlt. Die Nutzer können das erworbene Geld in Kinotickets, Video-On-Demand-Abrufe oder Games eintauschen – oder auch auch für einen guten Zweck spenden.

2013 konnte sich das Unternehmen eine sechsstellige Summe von Investoren wie Udo Schloemer, Leiter der Berliner Factory, Marc Brucherseifer, Gründer und heutiger Aufsichtsratschef des Mobilfunkers Drillisch, sowie dem Filmunternehmen und Startup-Investor DCM von Ex-StudiVZ-Manager Dario Suter, sichern. Inzwischen ist aus Flimmer eine kreative Marketingagentur mit Sitz in Berlin geworden: Das Unternehmen entwickelt Kampagnen und Events für Filmverleiher. Kunden sind große Filmstudios wie Fox, Studiocanal oder Paramount.

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Heute gab das Berliner Startup seine Übernahme durch Webedia Deutschland, Tochterunternehmen der französischen Webedia Group, bekannt. Mit Filmstarts und Moviepilot erreicht Webedia alleine in Deutschland monatlich 7,5 Millionen Menschen. Mit Flimmer wolle Webedia sich im kreativen Event- und Marketing-Bereich positionieren, sagt Nicolas John, Managing Director von Webedia Deutschland.

Und was sagt Roland Emmerich zu der Übernahme? Der berühmte Hollywood-Regisseur ist stolz auf sein Unternehmen. „Das ganze Team hat unglaublich hart gearbeitet, um sich als ernstzunehmender, aber unkonventioneller Player im Bereich des Film-Marketings zu positionieren“, sagt er. „Mit Webedia haben wir den richtigen Partner gefunden, um Flimmer auf die nächste Stufe zu bringen und ich freue mich auch in Zukunft mit der Firma zusammenzuarbeiten.“ Die Gründer Christopher Zwickler und Marco Kreuzpaintner arbeiten mit ihrem bisherigen Team weiter für Flimmer.

Quelle: Bestimmte Rechte vorbehalten von TEDxNorrkoping