Daniel Wolter, Jörg Thinius und Henry Fuchs von we.CONECT

Gerade wurde ihr Unternehmen von der Bewertungsplattform Kununu unter die zehn besten Arbeitgeber Berlins gewählt, jetzt sprach die Gründerszene Jobbörse mit den we.CONECT-Global-Leaders-Gründern Daniel Wolter und Henry Fuchs über die nächsten Schritte Richtung Internationalisierung, über den Teamausbau und darüber, warum es nach wie vor kein eigenes Chefbüro für die beiden gibt.

Daniel, stell dich und euer Unternehmen doch bitte kurz vor. Was macht we.CONECT Global Leaders?

we.CONECT ist eines der führenden Unternehmen im Bereich Wirtschaftsinformationen, B2B Digital Media, Business Events und Business Communities. Unsere Kunden sind Weltmarktführer, Mittelständler und Hiddenchampions in der DACH-Region, Europa und in den USA. Unser Kundensprektrum reicht dabei von den Top 500 in Europa über Konzerne wie Toyota oder Sinopec aus Asien bis hin zu Google, Airbnb, der NASA oder Uber aus den USA.

Wo habt ihr, du und deine Co-Founder Henry und Jörg, eure beruflichen Erfahrungen zuvor gesammelt?

Wir waren vorher alle langjährig bei unterschiedlichen internationalen Veranstaltern tätig. Dort haben wir nicht nur unsere Erfahrungen und Netzwerke aufgebaut sondern uns auch kennen und schätzen gelernt. Irgendwann haben wir uns dann aber entschieden ein eigenes, kreativeres Unternehmen aufzubauen.

Ihr seid 2011 mit sieben Mitarbeitern zu siebt gestartet. Mittlerweile beschäftigt we.CONECT rund 70 Angestellte. Was hat sich in den letzten Jahren alles verändert – in welchen Punkten seid ihr euch treu geblieben?

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we.CONECT hat sich in der kurzen Zeit wahnsinnig schnell entwickelt. Es hat sich so vieles verändert, dass ich gar nicht weiß was ich dir als erstes erzählen soll. Natürlich beschäftigen uns heute ganz andere Fragestellungen als in 2011. Heute gehören wir mit acht Millionen Euro Jahresumsatz zum profitablen Mittelstand in Deutschland. Wir sind gerade dabei, das Unternehmen stark zu internationalisieren.

Wir sind bereits mit ersten Produkten erfolgreich in den USA gestartet, eröffnen im August unsere erste Niederlassung in London, entwickeln einen eigenen Media- und Marketingservicesbereich und arbeiten an einer innovativen Software für die globale Eventindustrie.

Das ist schon ein wahnsinnig tolles Gefühl, da es in vielen Bereichen wieder wie ein Neuanfang ist und wir unsere Startup-Mentalität in den Aufbau neuer kleiner Units und Unternehmen stecken können. Wenn man so will, entwickeln wir uns zu einem Inkubator für Unternehmen mit Schwerpunkt B2B-Information und Event Services – etwas, was es so selbst im angelsächsischen Raum noch nicht gibt.

Daneben arbeiten wir eigentlich kontinuierlich an der Verbesserung unserer bestehenden Produktpalette – oder anders: Wir sind eigentlich nie zufrieden!

Ansonsten sind ganz viele Dinge noch genauso wie am Anfang: Wir haben noch immer sehr kurze Entscheidungswege, sind für alle im Team jederzeit Ansprechpartner, wir lieben Kreativität, Innovation und neue Geschäfte anzuschieben. Wir feiern viel mit unseren Kunden, noch mehr aber mit unseren Mitarbeitern und wir diskutieren noch immer alles aus, auch wenn es manchmal länger dauert. Und wir haben noch immer kein eigenes Chefbüro – wozu auch, den größten Spaß haben wir, wenn wir gemeinsam mit unserem Team neue Ideen entwickeln.

Wie geht’s denn sonst so in eurem Berliner Office zu? Wie würdest du eure Unternehmenskultur beschreiben? Gibt es bestimmte Rituale, an denen ihr festhaltet?

Ach, da fragst du am besten mal unsere Leute. Die Unternehmenskultur hat sich natürlich mit stetigem Wachstum verändert, aber der Spirit und die Begeisterung für das, was wir tun hat kein bisschen nachgelassen. Ich glaube, eine tolle Unternehmenskultur steht und fällt mit den Mitarbeitern – und wir können wohl sagen: Wir haben die Besten.

Henry ergänzt: Inklusive dem Management wohl auch die Verrücktesten (lacht)!

Von der Online-Plattform Kununu, beziehungsweise ihren Nutzern, seid ihr kürzlich unter die zehn besten Arbeitgeber in Berlin gewählt worden. Stolz? Und woran liegt’s, was denkst Du?

Na klar sind wir darauf stolz! Wir haben das erst durch Bewerber erfahren, wir hatten das gar nicht gemerkt. Woran das liegt? Ich glaube wir geben unseren Leuten viel Freiheit und Gestaltungsspielraum. Wir fördern Verantwortungsbewusstsein und sind darauf angewiesen, dass auch zukünftig alle mitdenken und mitziehen. Kreativität, lösungsorientiertes Denken und Innovationen sind ausdrücklich erlaubt. Daneben investieren wir sehr viel Zeit und Mühe in Dinge wie Kommunikation, Kultur und Transparenz. Wir sind eben inhabergeführt, wir haben keine Investoren und damit vor allem Zeit und Geduld. Ja, auch unser Geschäft ist schnelllebig, wir wachsen ja selber jedes Jahr um die 50 Prozent. Aber wichtig ist in so einem Prozess eben auch, dass man bestimmte Werte wie Ehrlichkeit, Offenheit, Fehlbarkeit aber auch Risikobereitschaft vorlebt.

Daneben haben wir dann noch Henry, der bestellt dauernd neue Möbel oder Gadgets für unser Office. Wir glauben ja, dass er heimlich nebenbei Co-Autor von Schöner Wohnen ist.

Ihr seid momentan auch auf Recruiting-Kurs. Für welche Bereiche werden besonders dringend neue Mitarbeiter gesucht?

Wir suchen in fast allen Unternehmensbereichen in Berlin und London Mitarbeiter. Zum Beispiel im Marketing, Vertrieb und Produktmanagement. Daneben bauen wir gerade ein Daten- und Softwareteam auf, suchen also Programmierer und IT-Spezialisten.

Zuletzt habt ihr auch erfolgreich Events in Boston und Detroit veranstaltet und macht im nächsten Jahr auch in Events in Kalifornien. Stehen jetzt also alle Zeichen auf Internationalisierung?

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Ja klar, wir waren ja von Anfang an mit unseren englischsprachigen Events international tätig. Der nächste logische Schritt ist nun nicht nur die Businesswelt nach Berlin zu holen, sondern unsere Ideen, Produkte und Konzepte in den USA und UK vor Ort im Markt zu etablieren. Wie es dann weitergeht, wird man noch sehen. Aber natürlich ist auch der asiatische Markt sehr reizvoll.

Welche Herausforderungen kommen damit, beziehungsweise generell als nächstes auf Euch zu? Und wie wollt Ihr diese meistern?

Der größte Flaschenhals ist zurzeit das Recruitment. Wir wissen, dass wir mit den richtigen Leuten an Bord eigentlich alles schaffen können. Die richtigen Leute zu finden, die nicht nur einen Job machen, sondern mit Herz und Passion etwas schaffen möchten und dabei eben auch zu uns und unseren Ansprüchen passen, ist sicher nicht so einfach. Am Ende muss das Unternehmen auch in anderen Märkten unsere eigene we.CONECT-DNA haben, eine Herausforderung, die wir sicher meistern werden.

Daniel, Henry, vielen Dank für das Gespräch.

Weitere Impressionen: So geht es bei we.CONECT zu!

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Das we.CONECT-Team auf einem Event


Fotos: we.CONECT

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