westtech ventures project flying elephant

Das Team mit WestTech-CEO Masoud Kamali (zweiter von links)

WestTech launcht Project Flying Elephant

Wie geht es mit dem Inkubatoren-Modell weiter? Das vergangene Jahr war in dieser Hinsicht wenig ermutigend, nicht zuletzt wegen der Entscheidung von Xing-Gründer Lars Hinrichs, seinen Geek-Inkubator HackFwd einzustampfen.

Die 2013 gestartete VC-Firma WestTech Ventures um Masoud Kamali und Alexander Kölpin glaubt trotzdem an das Konzept  – und startet nun mit Project Flying Elephant (www.projectflyingelephant.com) einen Deep-Tech-Inkubator. „Alle sagen, dass es in Deutschland nicht möglich sei, ein weltweit erfolgreiches Software-Unternehmen zu gründen“, sagt WestTech-CEO Kamali. „Wir wollen den Elefant zum Fliegen bringen.“

G Tipp – Lesenswert bei Gründerszene Trends 2013: Die Inkubatoren-Landschaft im Umbruch

Das Programm richtet sich an IT- und softwareorientierte Teams, die mehrheitlich aus Entwicklern bestehen sollen. Dem Deep-Tech-Fokus würden dabei zum Beispiel Projekte aus den Bereichen Infrastruktur-Software, As-a-Service-Angebote, B2B oder auch komplett neue Software-Frameworks entsprechen. Wichtig ist Kamali eine „europäische Vision und ein europäischer Hintergrund“ der Startups.

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Der Inkubator will fünf bis acht Teams pro Jahr aufnehmen, in die zwischen 25.000 und 50.000 Euro investiert wird – WestTech bekommt dafür zwischen fünf und zehn Prozent der Anteile. Drei bis sechs Monate sollen die Startups im Inkubator bleiben.

Warum aber soll bei Flying Elephant klappen, was bei HackFwd schiefging? Masoud Kamali glaubt, Hinrichs habe sich mit seinem Programm zu ehrgeizige Ziele gesetzt. „Das Problem von Lars Hinrichs war, zu glauben, er könnte zehn Unternehmen hintereinander bauen.“ Kamali geht es nicht darum, so sagt er, „zu 100 Prozent erfolgreich zu sein. Ich will einen Denkanstoß geben.“

WestTech-Partner Alexander Kölpin verspricht zudem, sich besonders um die Deep-Tech-Startups kümmern zu wollen. „Techies ticken anders als die typischen Gründer von EBS und WHU. Da gibt es keine One-Size-Fits-All-Solution.“

Bild: Gründerszene