Wie du mir, so ich dir. Start-Ups haben ja meist das gleiche Problem, nämlich kein Geld für Werbung. Was bleibt um das Produkt zu vermarkten? SEO, AdWords, Social Bookmarking und gute Kooperationen sind die gängigen Methoden. Mittlerweile ist auch beim verstaubten Banner Exchange das Web 2.0 Zeitalter angekommen.

Durch den riesigen Erfolg von Blogs, ist der 125×125 Banner wieder in Mode gekommen, da diese ohne groß aufzufallen bequem in die Sidebar eingebaut werden können. Das Prinzip ist extrem einfach. In 2 Minuten angemeldet, ein Stück HTML-Code in die eigene Plattform mit eingebunden und schon gehört man zu einem Werbenetzwerk. Mit der Darstellung des Banners von Mitgliedsseiten sammelt man Punkte, mit denen dann automatisch das eigene Banner auf anderen Mitgliedsseiten angezeigt wird. Schon mit einer kleinen Menge hat Punkten, kann man dadurch die Anzahl an Besuchern drastisch erhöhen. Und wie es sich gehört, gibt’s das ganze kostenlos.

Im Folgenden werde ich 3 Dienste vorstellen.


Spottt.com (nur für engl. Seiten)

Spottt is a free way to trade links with other like minded sites. You show ads of other Spottt members, and they will show your ads.

Spottt.com ist der Web 2.0 Vorreiter, ist jedoch auf englische Webseiten beschränkt. Mit einer Nutzerzahl von über 2.000 Seiten (einige davon >100.000 Views pro Tag) gehört Spottt.com zu den bekanntesten Anbietern von Free Link Exchange-Diensten im englischsprachigen Raum. Initiator der Seite ist AdBrite Inc. Das in San Francisco ansässige Unternehmen deckt durch mit seinem Konglomerat an Webseiten ein tägliches Trafficvolumen von ca. 500 Millionen Page-Impressions auf über 64.000 Webseiten im Netz ab.


Kibaku.com (für alles, dafür aber relativ neu)

Bei Kibaku können Sie gratis Links mit anderen Websites austauschen und kommen so zu mehr Besuchern für Ihre Seite. Sie zeigen auf Ihrer Seite Werbung für andere Seiten aus dem Kibaku Netzwerk und bekommen im Gegenzug gratis Werbung auf jenen Seiten.

Das erst kürzlich (am 23. März) aus der Schweiz gelaunchte Kibaku geht mit demselben Konzept wie Spottt.com an den Start, möchte sich in Zukunft jedoch stark weiterentwickeln. Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten aus Übersee, bietet Kibaku ein interessantes Punktesystem. Die laufende Zusammenfassung der Credits ermöglicht die Schaltung eines Werbebanners auf diversen Mitgliedsseiten, ohne das ein entsprechendes Banneräquivalent auf der eigenen besteht.
Wie uns der Gründer von Kibaku.com (Michael Wirth, 19 Jahre) mitteilte, sieht er für sein Projekt einige Neuerungen vor. Derzeit ist die anderweitige Verwendung überschüssiger Credits lediglich auf die Schaltung eines Werbebanners ohne Gegenleistung, beschränkt. Für die effektive Nutzung von Kibaku.com soll in Kürze eine Handelsplattform für überschüssige Credits entstehen, um dem Betreibern ein effizientes Steuerungsinstrument zu bieten. Weiterhin soll das Desgin des Kibakus auf das der eigenen Seite abgestimmt werden können und die URL zur externen Seite als Overlay angezeigt zu bekommen.
Die Quote liegt momentan noch bei 1:1. Das bedeutet, dass für die Anzahl der eingeblendeten Kibakus auf der eigenen Seite, ebensoviele Einblendungen auf anderen Seiten vergeben werden. Für Neuanmeldungen vergibt Kibaku.com momentan noch 10.000 Credits, was nach Einführung der Handelsplattform ein lohnendes Geschäft werden könnte. Ein Blick ist in jedem Fall lohnenswert!


Entrecard.com (nur für Blogs)

Entrecard is an easy way to network with other blog owners; Get to know your dedicated readers and favorite writers. Let your Entrecard introduce you.

Das Konzept von Entrecard.com unterscheidet sich nicht grundlegend von Kibaku und Spottt, bietet jedoch einen vielfältigeren Aktivitätenkatalog zur Promotion des eigenen Blogs. So sieht das Creditpoint-Modell von Entrecard.com Punkte für das Hinterlassen von digitalen Visitenkarten, das Publizieren von Werbebannern und erhaltene Visitenkarten vor. Eine Besonderheit ist der E-shop in dem Blogger sich für Ihre Dienste z.B. für das Veröffentlichen eines Blogreviews oder das Erstellen eines Logos bezahlen lassen können. Die in der Communitywährung ausgezahlten „funds“ können wiederrum für den Einkauf im E-shop oder das Schalten eines Werbebanners auf anderen Blogs verwendet werden. Für englischsprachige Blogger ist das „Marketinginstrument“ Entrecard.com sehr empfehlenswert. Der Blogger profitiert nicht nur von den bereitsgestellten Features, sondern auch von dem Wissen bereits erfolgreicher Blogger im hauseigenen Forum.

Fazit:

Free Link Exchange-Dienste (oder besser Social Advertising?) bieten Betreibern von Internetseiten ein kostenloses Marketingtool, das gerade jungen Internetstartups und bei kleinen Marketingbudgets, aushelfen kann. Jedoch ist zu beachten, dass sich ein derartiges Konzept in der Regel erst bezahlt macht, wenn man eine bestimmte Anzahl von Pageimpressions generiert. Auch wenn bestimmte Inhalte von Vornherein ausgegrenzt werden (z.B. Pornographie) stellt sich die Frage, ob der sich ständig ändernde Werbeinhalt zum Internetauftritt passt. Weiterhin wird der Werbeplatz von höherfrequentierten Internetseiten womöglich als zu wertvoll erachtet, sodass ein Verzicht auf FLE die Folge sein könnte.