Die Facebooks API war ja ‚the big news’ im letzten Jahr. Kommenden Mittwoch gibt es dazu auch eine entsprechende Veranstaltung in Hamburg (siehe z.B. http://f8club.de/2008/04/16/facebook-developer-garage-in-hamburg/)
Die Frage ist aber nun: Hype oder Substanz? Wer profitiert eigentlich am meisten von open social/ facebook api?
Ein Paar Gedanken zum Start:
- nur sehr wenige apps sind wirklich erfolgreich, die meisten fristen ein Schattendasein
- Modelle, die über widgets content ziehen und diesen dann an anderen stellen verwerten scheinen zu funktioneren (beispiele sind flixster.com oder rateitall.com)
- Konzepte, welche Dinge anbieten, die man in alle Apps einbauen kann sind interessant – z.B. lookery.com, ein service der Werbung in Widgets einblendet
- Die Plattformen die sich öffnen profitieren durch zusätzliche Services die sie nicht selber entwickeln müssen
- Insgesamt scheint das ganze Phänomen ein wenig ‚overrated’
Eure Meinungen würden mich interessieren. Gerne auch Hinweise auf andere Blogposts, welche das Thema gut auf den Punkt bringen…

[...] StudiVZ zugelassen werden. Ebenfalls gut, damit es nicht 50 000 Applikationen gibt, von den sich am Ende nur ganz, ganz wenige durchsetzen. Diese Aufgabe des Filterns sollte man ausnahmsweise nicht den Usern überlassen, sondern sollte [...]
Yep. Absolut überbewertet. Der größte Nutznießer ist natürlich der Herr Zuckerberg.
Falls du es noch nicht kennen solltest: http://adonomics.com ;)
Langsam aber sicher erkennen die Facebook Developers wie sie im Endeffekt veräppelt wurden. Vorher auf irgendwelchen Events mit $ Zeichen in den Augen motiviert mit ziemlich lächerlichen Rechenbeispielen… Aber jetzt erkennen sie, dass ein CPM in einer App auch nur ein paar Cent wert ist. User ist halt User :)
Slide.com mag schon etwas Wert sein, allerdings sollte man 1) im Hinterkopf haben wo Slide überhaupt nur werben darf in Relation zu den Traffickosten und 2) die unglaubliche Abhängigkeit von Facebook. Wenn Facebook möchte haben sie in 2 Tagen ein ähnliches Widget programmiert und können Slide.com von der Plattform verbannen.
Aus diesen Gründen würde ich niemals in ein Widget investieren.
Wenn man früh erkannt hat, was eine gute Facebookanwendung ausmacht, z.b. Einfachheit und virale Elemente, dann kann man mit ein wenig Aufwand erfolgreiche Anwendungen bereitstellen. Es gibt dafür viele Beispiele (ilike oder die vielen Spiele). Klar, die breite Masse investiert wohl vergebens in neue Projekte mit absolut falschen Hoffnungen. Der Wettbewerb ist halt sehr hoch aufgrund des aufgebauten Hypes und der Einfachheit in der Entwicklung solcher Anwendungen.
Kleine Standalone-Anwendungen haben ihre Berechtigung, aber den höchsten Nutzen sehe ich in der Integration bestehender Anwendung in das gewohnte Facebook-Umfeld, also der Erweiterung von Diensten, womit eine höhere Vernetzung erreicht wird.
Ich würde also die Investition in ein Widget nicht ausschließen. Es wird nicht das nächste Facebook, aber Gewinne zu erzielen ist nicht unmöglich. Es kommt stark auf den Anwendungsfall an, der bei Widgets nicht klar definiert ist. Oft sind sie reine Werbeträger und müssen keine Einnahmen erzielen (z.b. RedBull Spiele).