Earlybird O'Leary

Harsche Kritik auf Twitter an Wiwo-Story

Auf Twitter tobt ein Sturm: „Bei Berlins Startups ist die Party vorbei“, schreibt die Wirtschaftswoche (Wiwo). Tenor der Geschichte:  „Nach mehreren Boomjahren mit immer neuen vermeintlich immer heißeren Unternehmensgründungen hat der Hype rund um die Internet-Szene in der Hauptstadt spürbare Dämpfer erhalten.“ Startups seien verkauft worden, um nicht zahlungsunfähig zu werden. Inkubatoren wie Team Europe „warfen Schützlinge raus, die die Erwartungen der Investoren nicht erfüllten“. Erste größere Pleiten würden die Branche aufschrecken.

Olaf Jacobi vom Risikokapitalgeber Target Partners ist einer der ersten, der auf Twitter antwortet:

Wiwo-Autor Michael Kroker reagiert:

Dann schaltet sich Ciarán O’Leary von Earlybird ein, der Venture-Capital-Firma, die unter anderem 6WunderkinderEyeEm und Madvertise unterstützt:

Zustimmung für O’Leary gibt es von Pawel Chudzinski von Point Nine Capital:

Chudzinski kommentiert später auch noch ein Zitat von Andreas Thümmler von Corporate Finance Partners, der in dem Artikel Berlins scheinbar mangelhafte Infrastuktur kritisiert: „Diese Investoren pflegen einen eigenen Lebensstil mit Eliteschulen für ihre Kinder und Luxusimmobilien. Und auch die internationale Anbindung ist wegen der Verzögerung beim neuen Berliner Flughafen eine Katastrophe.“ Schaffe Berlin es nicht, diese Klientel anzuziehen, sei der Internet-Hype für die Stadt bald zu Ende.

Chudzinski schreibt einen Tag später auf Twitter dazu, Wiwo-Autor Kroker scheint da von der Diskussion schon etwas gefrustet:

Caroline Drucker, verantwortlich für das Global Brand Design bei Etsy, macht auch mit:

 

Team-Europe-Partner Kolja Hebenstreit, der im Wiwo-Artikel auch vorkommt, schaltet sich ein:

Ciaran O’Leary wird sehr deutlich im Anschluss:

Was Autor Michael Kroker so nicht stehen lassen will:

 

 

O’Leary verspricht eine ausführliche Antwort:

Diese ausführliche Antwort kommt dann in Form eines Artikels bei der Huffington Post: 6Wunderkinder-Investor O’Leary zerpflückt den Artikel von Wiwo-Autor Michael Kroker. Er schreibt:

In diesem Fall wird anhand von ein paar wenigen (teilweiser absurder und für das Ökosystem irrelevanter) Einzelfällen für das gesamte Ökosystem ein Szenario von „Party aus“, „Ernüchterung“, „Pleiten schrecken die Branche auf“, etc. beschrieben. Dabei ist internationaler Konsensus, dass in Berlin die Party gerade erst losgeht.

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O’Leary geht dafür tief in die Textanalyse, die man bei der HuffPo direkt nachlesen kann. Außerdem bebildert er seinen Artikel mit ein paar Internet-Bildchen, die seine Kritik an dem Text sehr schön zusammenfassen: Ein Koalabär mit Eukalyptus-Blatt im Mund, dazu der Spruch: „Wait? Startups fail?“ Oder eine Gartengarnitur, ein Tisch mit vier Stühlen, einer davon umgekippt, dazu der Spruch: „A few startups failed – never forget.“ Die Bildchen stammen von memegenerator.net, sind dementsprechend süffisant und ironisch. Natürlich hat Wiwo-Autor Michael Kroker die Spitze verstanden:

Am vorläufigen Ende lädt O’Leary Kroker zu einem Kaffee ein:

 

Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von 55Laney69; Disclaimer: Team Europe ist Gesellschafter der Vertical Media GmbH, dem Medienhaus von Gründerszene. Weitere Informationen zur Vertical Media GmbH hier. www.vmpublishing.com; 20.2.2014, 10.00 Uhr: Wir hatten Caroline Drucker als Etsy-Deutschland-Chefin bezeichnet, sie ist inzwischen jedoch verantwortlich für das Global Brand Design bei Etsy, wir bitten den Fehler zu entschuldigen.