Wummelkiste mit neuem Kapital und Einmal-Shop

Das Abo-Box-Startup Wummelkiste (www.wummelkiste.dehat bei seiner zweiten Finanzierungsrunde einen Millionenbetrag eingesammelt. Das Unternehmen bekam bereits im Juli einen niedrigen siebenstelligen Betrag von etwa einem Dutzend Investoren. Darunter sind neben Altinvestoren aus der ersten Runde auch neue Geldgeber, wie Gründerin Philippa Pauen bestätigte: etwa Business Angel Christian Vollmann, Dress-for-Less-Gründer Holger Hengstler und Tape.tv-Aufsichtsratschef Lars Dittrich. Wieder an Bord sind unter anderem Blumberg CapitalTeam Europe und die German Startups Group (deren Investment bereits bekannt war).

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Die Mehrzahl der Investoren soll dabei vor ihrem Einstieg darüber informiert gewesen sein, dass das Berliner Jungunternehmen seine US-Expansion wieder abblasen würde. „Die meisten sind reingekommen, als schon klar war, dass wir das nicht fortführen“, sagt Pauen. Das US-Abenteuer scheiterte an den dortigen Zertifizierungsregelungen: Weil selbst deutsche Traditionshersteller, deren Produkte in den Wummelkisten zu finden sind, über keine US-Lizenz als Produzenten von Kinderspielzeug verfügen, waren aufwändige Nachzertifizierungen die Folge. Für einen Abo-Service, der Monat für Monat neue Spielzeuge versendet, ist das kaum zu stemmen.

Deutschlandgeschäft im Fokus

Der Fokus des Startups richtet sich nun vor allem auf das Deutschlandgeschäft. Wummelkiste plant, hier mit einer Produkterweiterung zu wachsen: Zu den Abo-Angeboten gibt es auf der Website von heute an auch einen Einmal-Shop-Bereich. Dort sind zunächst drei verschiedene Einzelkisten zu bekommen. Je nachdem, wie gut sich das Shop-Geschäft entwickelt, wird dieses Sortiment noch erweitert.

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Pauen will den Shop jedoch nicht als grundlege Änderung des Geschäftsmodells verstanden wissen: „Unser Kerngeschäft ist nach wie vor das Abo. Das Abogeschäft läuft sehr, sehr positiv.“ Der Shop solle eher zur Erweiterung der Zielgruppe dienen: für Neukunden, die das Produkt ohne Abo-Verpflichtung kennen lernen wollen; und für bestehende Kunden, die zu bestimmten Anlässen – dem Geburtstag eines befreundeten Kindes etwa – eine Box verschenken wollen.

Wummelkisten-Konkurrent Tollabox verfolgt das Shop-Konzept schon länger: Hier lassen sich Einzelspiele und eine Geburtstags-Box ohne Abo-Verpflichtung erwerben. Und auch beim US-Vorbild Kiwi Crate gibt es eine ganze Reihe einzelner Themenboxen im Shop.

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