Thomas Bachem

Lebenslauf.com-Gründer Thomas Bachem

Online-Lebenslaufgenerator meets Karrierenetzwerk

Auf dem Papier passt es auf jeden Fall: Das Hamburger Business-Netzwerk Xing übernimmt den Lebenslauf-Editor Lebenslauf.com. Der von Thomas Bachem im Jahr 2011 gestartete Dienst erstellt – wie der Name bereits durchblicken lässt – Lebensläufe im PDF-Format. Das Angebot werde künftig gemeinsam mit Bachem vorangetrieben.

Details zur Transaktion wurden nicht offiziell bekannt gegeben. Aus dem Unternehmensumfeld ist derweil zu hören, dass der Deal einen sechsstelligen Betrag umfasse und je nach Verlauf der Earn-out-Phase womöglich noch ein wenig höher ausfallen könne. Es ist nach dem Verkauf von Sevenload und Fliplife bereits der dritte Exit des Kölner Seriengründers.

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Bereits seit einer Weile sind die Karriereplattform und das Kölner Lebenslauf.com verknüpft, zumindest technisch: Vor eineinhalb Jahren hatte Lebenslauf.com die Xing-Entwicklerschnittstelle eingebunden und den Import von Profildaten ermöglicht.

Mit der Übernahme können Xing-Mitglieder den Service künftig kostenlos nutzen, bislang wurden sechs Euro fällig. Ein – kostenloser – Account beim Netzwerk ist allerdings Pflicht – der mit den vom Nutzer eingegebenen Lebenslauf-Daten gefüllt wird. Die Motivation des Business-Netzwerks ist also klar: neue Nutzer gewinnen um dem aufholenden Wettbewerber Linkedin Paroli bieten zu können.

Er habe bereits seit gut einem halben Jahr konkrete Gespräche mit Xing geführt, erklärt Lebenslauf.com-Gründer Bachem gegenüber Gründerszene. Er werde mindestens für die kommenden zwei Jahre als freier Mitarbeiter für das Projekt arbeiten. Als nächstes werde er an einer stärkeren Integration mit Xing arbeiten und das Angebot auf Anschreiben und vollständige Bewerbungsmappen ausweiten.


Die Exits der vergangenen Monate im Überblick:

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Im April war die Vielflieger-App Flying nach einer fehlenden Anschlussfinanzierung getrauchelt. In seinem Blog hatte das Flying-Team den Offlinegang bereits angekündigt. Im Juli dann die Wende: Flying schaffte einen Exit an US-Investor Rob W. Armstrong und die dahinterstehenden Investorengruppe. Das 2012 in Hamburg gegründete Unternehmen wanderte nach der Übernahme in die USA. Flying-CEO Panos Meyer zog sich aus dem operativen Geschäft zurück, neuer CEO wurde Armstrong. Bild: Flying-Team; Quelle: Seat4a/Flickr

Artikelbild: Thomas Bachem