Verena Pausder gehört jetzt zu den Young Global Leaders

Die Community der „Young Global Leaders“ kann man sich wie eine Schule vorstellen. Jedes Jahr wird eine neue Klasse eingeschult, mit 120 bis 200 Schülern. Unter ihnen sind die smartesten Köpfe der Welt. Initiiert vom Weltwirtschaftsforum mit Sitz im Schweizer Dörfchen Cologny. Fünf Jahre dauert das Programm. Eine Elite-Schule vom Allerfeinsten.

Eine Ausbildung im klassischen Sinne bietet das Forum der „Young Global Leaders“ natürlich nicht. Es ist vielmehr eine „einzigartige Community“, wie es auf der Seite heißt, „mit den weltweit herausragendsten Leadern der nächsten Generation“. Sie sollten folgende Eigenschaften besitzen: „Mutig, tapfer, handlungsorientiert“. Die einzige Aufnahmebedingung: Mitglieder dürfen zum Zeitpunkt der „Einschulung“ nicht älter als 40 Jahre sein. Jedes Jahr wählt eine Jury eine neue Klasse aus, die fünf Jahre an dem Programm und dazugehörigen Treffen und Initiativen teilnimmt.

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Diese Woche wurde die „Class of 2016“ ernannt. Mit 121 Überfliegern. Unter ihnen: US-Schauspieler und -Investor Ashton Kutcher, die Menschenrechtsanwältin (und George-Clooney-Ehefrau) Amal Clooney und der aufstrebende französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron. Auch zwei Deutsche wurden ausgewählt: CDU-Politiker und Finanzstaatssekretär Jens Spahn (35), außerdem eine Frau, die in der deutschen Gründerszene mittlerweile jeder kennen dürfte: Verena Pausder (37), Gründerin von Fox & Sheep und Startup-Teens.

Auch wenn die Auswahlkriterien für das Forum ähnlich undurchschaubar sind wie bei der „30 under 30“-Auswahl des US-Magazins Forbes, ist die Aufnahme in die Community sowohl für Jens Spahn als auch Verena Pausder so etwas wie ein Ritterschlag. Nach den fünf Jahren im Programm dürfen sie in die Alumni-Community eintreten. Für die Bild-Zeitung Grund genug, Pausder auf ihrer heutigen Titelseite zum „Gewinner des Tages“ zu ernennen.

Und wozu das Ganze? Die Community soll ihre Mitglieder „zu besseren Anführern machen – sowohl in ihrem beruflichen als auch persönlichen Leben“, heißt es auf der Seite. Die Community gibt es übrigens seit 2004. Mittlerweile hat sie mehr als 1.000 Mitglieder. Auch Rocket-Chef Oliver Samwer und der ehemalige Welt-Chefredakteur Jan-Eric Peters gehören dazu. Samwer wurde allerdings schon vor zwölf Jahren ausgewählt – und ist seitdem Stammgast beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Bild: Kim Keibel