“Die Rechnung, bitte”

Erst die Ware, dann das Geld – der Kauf auf Rechnung erfreut sich in Deutschland größter Beliebtheit. Studien ergaben, dass rund 70 Prozent der Internet-User regelmäßig dieses Bezahlverfahren nutzen. Der Kauf auf Rechnung ist insbesondere aus Gründen der Sicherheit und der Convenience für die Konsumentenseite besonders attraktiv. Gleichzeitig stellt er für Online-Händler ein erhöhtes Risiko dar, sodass nur jeder zweite Shop-Betreiber dieses Bezahlverfahren anbietet. Denn rund 90 Prozent von ihnen haben inzwischen die negative Erfahrung eines Zahlungsausfalles gemacht.

„Trotzdem: Die Rechnung, bitte!“

Trotz der hohen mit dem Kauf auf Rechnung verbundenen Risiken wäre es für Onlineshop-Betreiber fatal, auf diese Zahlungsart zu verzichten. Denn laut Ibi-Research verlassen neun von zehn Kunden die Seite eines Online-Händlers, wenn als Bezahlart nur Vorkasse angeboten wird. Je mehr Zahlungsoptionen angeboten werden, desto geringer ist die Kaufabbruchquote. So konnten beispielsweise Shopbetreiber, die mit Unterstützung von PayProtect den Rechnungskauf anbieten, eine Umsatzsteigerung von bis zu 35 Prozent generieren.

„Und wie schütze ich mich vor einem Zahlungsausfall?“

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, das Risiko eines Zahlungsausfalles zu verringern. Darunter sind folgende zu nennen: die Nutzung von Adress- und Bonitätsprüfungen, das Offerieren von Zahlungsoptionen in Abhängigkeit von der Höhe des Warenkorbes, das Blacklisting und die Nutzung eines externen Partners für das Risikomanagement.

„Was nützen mir Adress- und Bonitätsprüfungen?“

Folgende Angaben sollten in jedem Bestellprozess Pflichtangaben sein: Name, Vorname, Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort, E-Mailadresse, Geburtsdatum und Geschlecht. Über eine Schnittstelle zu einem Adressdienstleister kann beispielsweise die eingegebene Adresse bei Auslösung der Bestellung überprüft werden. Wird diese als echte Anschrift erkannt, erfolgt eine Freigabe der Bestellung. Versehentliche und absichtliche Falschangaben können auf diesem Wege vermieden werden.

Auch ein Abgleich mit der Bestandskunden-Datenbank kann sich als sinnvoll erweisen. Mit dem sogenannten ClientMatching erkennt das System automatisch Kunden, die schon einmal bestellt haben, um ihnen beispielsweise ein entsprechendes Kauflimit zuzuweisen.

Darüber hinaus lässt sich auf Basis einer Bonitätsprüfung bereits während des Bestellprozesses herausfinden, ob gegen einen bestimmten Kunden zum Beispiel ein außergerichtliches Inkassoverfahren oder ein Insolvenzprozess laufen. Falls ein solches Negativmerkmal zutrifft, erhält der Shopbetreiber automatisch eine Warnung. Dabei kann er vorab festlegen, wie das Bestellsystem bei einer solchen Meldung weiter verfahren soll. Es kann die Bestellung völlig ausschließen oder lediglich eine sichere Zahlungsart, zum Beispiel die per Vorkasse, anbieten.

„Gibt es noch mehr Sicherheit für mich?“

Einige Dienstleister bieten Onlineshop-Betreibern die Möglichkeit, den Kauf auf Rechnung anzubieten und dennoch einen 100-prozentigen Schutz vor Zahlungsausfällen zu genießen. Diese Anbieter überweisen Online-Händlern beim Ausbleiben des Zahlungseinganges den offenen Rechnungsbetrag und verlangen dafür in der Regel ein Disagio. Ein Vergleich von Zahlungsausfällen und Disagio lohnt sich in jedem Fall.

 „Warten – nein, danke.“

Das Risikomanagement muss diskret und in Echtzeit durchgeführt werden.

Dabei ist die Fünf-Sekunden-Regel zu beachten. Erfahrungsgemäß sind Online-Besteller nicht bereit, darüber hinausgehende Verzögerungen in Kauf zu nehmen. Genügend Serverkapazitäten und eine gute Codequalität sind Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf. Auch eine Bündelung aller Anfragen bei einem externen Dienstleister kann die Prozesse schlank halten und zeitliche Verzögerungen minimieren.

Weiterführende Informationen sind in dem White Paper „Bezahlen im Internet“ erhalten. Dieses ist bei der GFKL-Gruppe (Marke: Payprotect) unter der Mailadresse vertrieb@payprotect.de erhältlich.

Bild: GFKL
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