Fröhliche Menschen, bunte Bekleidung – so sah es bei der Bread & Butter 2014 aus.

Der Modehändler Zalando hat die Messe Bread & Butter nun doch abgesagt. In den vergangenen Tagen war es zu einer Diskussion um die Veranstaltung gekommen, weil der Berliner Senat prüft, wie Flüchtlinge in den Hallen des ehemaligen Flughafens Tempelhof untergebracht werden können. Zalando plante dort im Januar 2016 sein Fashion-Event und war von den Flüchtlingsunterkünften erst einmal gar nicht erfreut.

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Nun kam die 180-Grad-Drehung. Erst äußerte sich Sprecher René Gribnitz gegenüber dem Tagesspiegel: „Angesichts der Herausforderungen soll die nächste Bread & Butter im Zeichen der Flüchtlingshilfe stehen.“ Und jetzt wird das Event erst einmal ganz abgesagt. Zu dieser Situation „passt keine Fashion-Party“, sagte Zalando-Sprecher Boris Radke der TextilWirtschaft online. Die erste Bread & Butter in Tempelhof wolle Zalando dann „erst im Sommer 2016 starten“.

Der Modeversender plant außerdem mit den Herstellerunternehmen ein Wohltätigkeits-Festival für die Flüchtlinge, voraussichtlich im ersten Quartal 2016. „Zum Programm können wir noch gar nichts sagen“, sagte Radke dem Branchenblatt. Bis vor wenigen Tagen hätte das Team noch an dem Fashion-Event gearbeitet.  „Bei dem Thema mussten wir ein radikales Umdenken vollziehen.“ Um zu zeigen, dass Zalando es ernst meint, bereiten sie gerade ein Freiwilligen-Programm für Zalando-Mitarbeiter vor. Hoffentlich läuft das Programm besser als die etwas verunglückte Kommunikation in den vergangenen Tagen.

bild: Bread & Butter