Rubin Ritter David Schneider Robert Gentz

Die drei Zalandos: Rubin Ritter, David Schneider und Robert Gentz

Zalando: zweistelliges Wachstum im ersten Quartal

Positives von Zalando: Der Nettoumsatz des Berliner Online-Händlers stieg im ersten Quartal 2014 auf 501 Millionen Euro an. Im Vergleich mit dem Wert des gleichen Zeitraums im Jahr 2013 von 372 Millionen Euro stieg der Umsatz damit um 35 Prozent. Allerdings war der Wert des vergangenen Jahres von ungünstigen Wetterbedingungen geprägt – insbesondere im Fashion-Bereich hatten viele Händler unter dem kalten Wetter gelitten.

Auch beim Nettoumsatz in der deutschsprachigen Kernregion legte Zalando nach eigenen Angaben deutlich zu. Hier stieg um 27 Prozent auf 284 Millionen Euro an, nachdem von Januar bis März 2013 noch 223 Millionen Euro zu Buche standen.

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Robert Gentz, König der Schuhe

Auf Gruppenebene „verbesserte sich die Ebit-Marge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erheblich, blieb jedoch saisonbedingt und wegen anhaltender Investitionen auch im ersten Quartal 2014 negativ“, heißt es von Zalando. Genauere Zahlen nennt das E-Commerce-Unternehmen nicht; für das Gesamtjahr 2013 wurde auf Basis vorläufiger Zahlen ein Verlust von rund 120 Millionen Euro vermeldet. Dieser habe sich gemäß der endgültig geprüften Zahlen leicht verbessert, meldet Zalando.

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Im laufenden Jahr wolle man „einen entscheidenden Schritt in Richtung Ebit-Break-even auf Gruppenebene machen“, kommentiert Vorstand Rubin Ritter – „auch wenn wir diesen wahrscheinlich nicht ganz erreichen werden“.

Zu der Verbesserung der Werte habe neben einer stärkeren Marketingeffizienz nach Unternehmensangaben vor allem eine höhere Logistik-Produktivität beigetragen – eine Aussage, die angesichts der im Raum stehenden Vorwürfe untragbarer Zustände in den Zalando-eigenen Versandzentren sicherlich pikant ist: Durch die im ersten Quartal 2014 abgeschlossenen Erweiterungen sei just das selbstkonzipierte Logistikzentrum in Erfurt, das im Mittelpunkt des Berichts stand, zur größten E-Commerce-Immobilie in Europa geworden, schreibt Zalando. Der Abschluss der Erweiterungen habe zu einer Steigerung der Fulfillment-Effizienz geführt.

Das Thema Börsengang hatte Zalando-Mitgründer Robert Gentz auf der Heureka-Konferenz in Berlin so kommentiert: „Der ist eine Option für uns, aber es gibt keine konkreten Pläne.“ Und: „Bisher wurde noch keine Entscheidung getroffen.“ Dem entgegen steht ein Magazinbericht, der von einem geplanten IPO an der US-amerikanischen Nasdaq schon im dritten Quartal dieses Jahres spricht.

Bild: Zalando