Zalando-Vorstand Rubin Ritter, Robert Gentz und David Schneider (von links)

Zalando verbucht einen Wachstumsschub: Im dritten Quartal steigerte das Unternehmen seinen Umsatz nach vorläufigen Zahlen um 41 bis 43 Prozent auf bis zu 717 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 501 Millionen Euro. Der Online-Modehändler muss allerdings auch einen höheren Verlust vermelden. Das bereinigte Ebit, also der bereinigte Verlust vor Zinsen und Steuern, liege zwischen 18 und 32 Millionen Euro, teilte Zalando mit. Im Vorjahr lag er noch bei vier Millionen Euro im Plus.

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Verantwortlich für die höheren Einbußen seien Investitionen etwa in die Logistik und in die „Mobile- und Plattformstrategie“ des Unternehmens. Außerdem erhöhten sich die Marketingausgaben für die Apps, heißt es von Zalando. „Unser Ziel ist weiterhin profitables Wachstum“, sagte Vorstandsmitglied Rubin Ritter. „Aber wir sind gewillt, kurzfristige Einbußen bei der Profitabilität in Kauf zu nehmen, um Wachstum zu beschleunigen und Marktanteile zu gewinnen.“

Auch Betrugsfälle aus dem ersten Halbjahr machen dem Unternehmen zu schaffen: Zalando hätte geringere Einnahmen aus Inkasso-Forderungen erhalten als ursprünglich angenommen. Insgesamt lägen die Forderungen in Höhe eines einstelligen Millionenbetrags. Erst kürzlich sorgte ein Betrugsfall im Saarland für Aufsehen.

Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Zalando, die bereits angepasste Prognose für das Umsatzwachstum von 28 bis 31 Prozent „deutlich zu übertreffen“. Das neue Ziel: 33 bis 35 Prozent für das aktuelle Geschäftsjahr. Im Gegenzug korrigiert das Unternehmen die Vorhersage für die bereinigte Ebit-Marge auf drei bis vier Prozent. Sie lag bislang bei 4,5 Prozent.

Bild: Zalando