Ein Rechtsformwechsel nach dem anderen bei Zalando: Nachdem vor wenigen Monaten erst die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft angekündigt wurde, wird aus dem Berliner Online-Versender nun eine SE („Societas Europaea“), eine europäische Aktiengesellschaft. Das spiegele den europäischen Charakter wider, erklärt Vorstand Rubin Ritter aktuell der WirtschaftsWoche. Im Rahmen der Umwandlung würden auch Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat einziehen. Zum Thema IPO sagte Ritter knapp: „Ein Börsengang kann irgendwann kommen und wäre dann ein positiver Schritt für Zalando.“

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Generell bietet die Rechtsform der SE Vorteile in punkto Unternehmensstruktur: Eine europäische Aktiengesellschaft kann im internationalen Geschäftsverkehr einheitlich auftreten und muss dies nicht über eine Vielzahl von Tochtergesellschaften tun. Aus Unternehmenssicht positiv ist sicher auch, dass die „in einzelnen Ländern erzielten Erträge innerhalb der (einheitlichen) SE ohne umständliche Ausschüttungen eingesetzt werden können“ (Quelle: Manager Magazin). Will heißen: Einnahmen können ungehindert von profitablen an nicht-profitable Ländergesellschaften fließen.