plugandplay

Teilnehmer des vergangenen Accelerator-Programms während einer der insgesamt 100 Pitch-Trainings.

In Berlin ist diesen Montag die zehnte Runde des Plug-and-Play-Accelerators gestartet. Erst im Juli pitchten die teilnehmenden Startups aus der letztjährigen Runde beim traditionellen Demo Day vor Investoren. Insgesamt haben bereits 200 Gründer aus 32 Ländern am Accelerator-Programm teilgenommen, die Hälfte aller Startups habe eine Anschlussfinanzierung erhalten, heißt es seitens der Veranstalter.

Bisher konzentrierte sich der Accelerator des Springer-Verlags ausschließlich auf Early-Stage-Startups: Die Firmen bekommen 25.000 Euro Kapital für fünf Prozent der Unternehmensanteile und nehmen an über 100 Pitch-Trainings in neun Runden teil.

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Seit diesem Jahr bietet der Accelerator auch erstmals einem frühfinanzierten Startups eine Plattform: Wingly, die Mitflugzentrale für Privatflüge, die im Juni eine sechsstellige Seed-Finanzierung erhalten hatte. Statt der 25.000 erhalte das deutsch-französische Startup einen Convertible-Loan-Deal. Über die Höhe der Beteiligung wollen sich die Veranstalter nicht äußern.

Beim diesjährigen Programm ist mit Daheim auch wieder ein Non-Profit Startup dabei. Dem jungen Unternehmen stehe das gleiche Programm zur Verfügung, nur dass Springer keine Unternehmensanteile dafür in Anspruch nehme, heißt es.

Das sind die neuen Plug-and-Play-Teilnehmer:

  • Daheim ist eine Videotelefonie-Plattform, die das mobile Lernen fördern soll. Vor allem der Spracherwerb und der interkulturelle Austausch steht hier im Mittelpunkt. Geflüchtete, die Deutsch lernen wollen, sollen hierüber auch mit Muttersprachlern in Austausch treten können. Das Non-Profit-Projekt ist dieses Jahr von einem siebenköpfigen Gründer-Team in Duisburg ins Leben gerufen worden.
  • FinanzRitter will dem Verbraucher einen Überblick über seine Versicherungen geben. Mit der geplanten App des in Iserlohn ansässigen Startups soll eine anonyme Beratung und persönliche Betreuung im Schadensfall ermöglicht werden.
  • Das Aachener Startup Pivii bietet ein webbasiertes Social-Media-Tool, mit dem sich alle Interaktionen in den sozialen Netzwerken verfolgen und analysieren lassen können.
  • Zeiterfassung und ein Abrechnungs-Tool – mit diesen und anderen Features will das Wiener Unternehmen Retime die Koordination und Verwaltung von Angestellten vereinfachen und alles als App aufs Smartphone holen.
  • Unternehmen und Influencer sind bereits fleißig auf Snapchat Stories unterwegs. Das Problem: Die Snaps sind nach 24 wieder weg. Das Münchner Startup Snaptrack will deshalb ein Analyse-Tool auf den Weg bringen, mit dem sich die Stories rechtzeitig auswerten lassen.
  • Techspaghetti ist eine Lern-Software für Kinder ab vier Jahren. Das Berliner Startup bietet beispielsweise eine Lernoberfläche, um Kinder mit der englischen Sprache vertraut zu machen.
  • Ein weiteres Lern-Tool geht mit der Trill App bei Plug and Play an den Start. Hierbei soll es sich um eine ortsbasierte Lernsoftware für Fremdsprachen handeln.
  • Weps ist ein eher ungewöhnliches Baukastensystem für Homepages – der Auftraggeber soll über eine Chatfunktion mit einem intelligenten Bot nur auf dessen Fragen antworten und das Programm entwirft anhand der Informationen dann die Webseite.
  • Wingly ist eine deutsch-französische Mitflugzentrale. Privatpiloten können über die Plattform Flüge mit anderen teilen.
Hinweis: Axel Springer ist Gesellschafter der Vertical Media GmbH, dem Medienhaus von Gründerszene. Weitere Informationen zur Vertical Media GmbH gibt es hier: www.vmpublishing.com.
Bild: Plug-and-Play