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Das Zeotap-Führungsteam mit Steffen Vollmerding, Stephan Schwebe, Daniel Heer und Projjol Banerjea (von links)

Zeotap ist der nächste Hitfox-Wurf

„Stealth Mode Big Data/Telco Company“ – mehr verriet der Berliner Inkubator Hitfox bislang nicht über sein jüngstes Projekt. Jetzt ist klar: Das Venture heißt Zeotap, es ist nach Datamonk das zweite Big-Data-Startup im Portfolio, und es setzt auf ein Konzept, das bewährtes Hitfox-Knowhow (Mobile Advertising) mit einer neuen Zielgruppe und Datenquelle (Telekomunternehmen) verbinden soll.

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Die Idee: Zeotap verarbeitet anonymisiert Kundendaten von Telefongesellschaften und macht diese Daten – überwiegend Profil- oder Ortsangaben – über eine eigene Plattform für Mobile Advertising nutzbar. „Neben Facebook und Google gehören die Daten von Telekommunikationsanbietern zu den hochwertigsten im Advertising-Ökosystem“, erklärt Mitgründer Daniel Heer. „Trotzdem werden sie derzeit kaum genutzt im mobilen Advertising. Mit unserer Technologie bereiten wir die Daten so auf, dass Werbung viel gezielter und trotzdem vollständig anonymisiert auf mobilen Geräten angezeigt werden kann.“

Heer kennt sich in der Branche aus, er hat selbst fünf Jahre für Vodafone gearbeitet, bevor er zur Hitfox-Tochter AppLift wechselte. Zweiter Mitgründer ist Projjol Banerjea, früher VP Marketing beim jüngst für 190 Millionen US-Dollar verkauften Berliner Startup Fyber.

Für den Start haben die beiden Gründer ein zwölfköpfiges Team und eine Finanzierung von 1,3 Millionen Dollar zur Verfügung. Das Geld kommt von Hitfox sowie von Business Angels wie dem früheren T-Online-Vorstand Andreas Kindt, dem Ex-GfK-Chef Peter Zühlsdorff und Dirk Freytag, bis 2013 CEO von Yoc.

Als Partner bereits an Bord sind laut Zeotap „drei der vier größten Telekommunikationsunternehmen in Europa“, Namen will man allerdings nicht nennen. Darüber hinaus befinde sich Zeotap in „fortgeschrittenen Diskussionen“ mit Telcos in den USA sowie verschiedenen asiatischen Ländern. Die Telekomunternehmen werden bei Zeotap durch ein Revenue-Share-Modell beteiligt. In den ersten knapp drei Monaten hat das Startup bereits einen sechsstelligen Umsatz erzielt, bis Jahresende soll die Millionenschwelle erreicht werden.

Das Produkt- und Entwicklerteam von Zeotap soll von San Francisco aus arbeiten, schon im Frühjahr 2015 ist zudem geplant, ein Büro in Singapur zu eröffnen.

Bild: Zeotap