Freie Fahrt für alle Radfahrer mit einer neuen App

Fahrradfahrer dürfen sich freuen. Siemens arbeitet an einer App, mit der man eine grüne Welle bekommt und ohne Halt an den meisten Kreuzungen durchkommt. Die SiBike getaufte Smartphone-Applikation soll Radlern eine schnellere Fahrt garantieren und gleichzeitig die Unfallhäufigkeit senken. Denn ein Großteil der schweren Unfälle zwischen Autos und Fahrradfahrern passiert an Kreuzungen.

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Damit das ganze funktioniert, müssen mehrere Dinge miteinander vernetzt werden: Der Radfahrer, die Ampel und die Verkehrsleitzentrale, in der entschieden wird, ob die Ampel auf Grün bleibt oder doch auf Rot umschaltet. Dreh- und Angelpunkt ist dabei das Smartphone des Radlers. Dieses sendet seine GPS-Daten einerseits an die Verkehrsleitzentrale und gleichzeitig an die vernetze Ampel. Die Leitzentrale kommuniziert mit dem Smartphone und der Ampel. Der Radfahrer selbst merkt davon nichts.

Video: So funktioniert die App von Siemens

Was ein wenig nach Zukunftsmusik klingt, will Siemens auf der Intertraffic-Messe in Amsterdam bereits Anfang April der Öffentlichkeit vorstellen. Und getestet wird die App auch schon: in Bamberg. Siemens hat dort die nötige Infrastruktur aufgebaut. Es ist einer der ersten Schritte zur „Smart City“, also einer Stadt, in der die Menschen und die sie umgebenden Dinge miteinander vernetzt sind.

Das ist allerdings auch der Haken an der Sache: Denn Siemens kann die App erst dann vermarkten, wenn genügend Städte in der Lage sind, die Vernetzung aufzubauen. Sie müssten dann in die notwendige Hardware für die Leitzentralen und die Ampeln investieren. Für die meist finanziell etwas klammen Städte stellt das aber ein Problem dar.

Bild: © Bildagentur PantherMedia /