Apple verliert eine wichtige Schlüsselfigur für sein Auto-Projekt. Laut dem Wall Street Journal hat dessen Leiter das Unternehmen verlassen. Die Rede ist von Steve Zadesky, der laut seines LinkedIn-Profils seit 1999 bei Apple gearbeitet hat. Seit 2014 sei der ehemalige Ford-Manager für das Projekt Titan zuständig gewesen, der interne Codename für das Fahrzeug, an dem Apple arbeitet. Während das Wall Street Journal eine Quelle zitiert, die behauptet, dass Zadesky aus privaten Gründen das Unternehmen verlassen hat, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg: Das gesamte Vorhaben soll unter enormen Zeitdruck stehen, Deadlines seien so eng, dass sie nicht gehalten werden können.

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Es ist der zweite prominente Abgang innerhalb des Projektes innerhalb von wenigen Wochen. Erst im Herbst hatte man Johann Jungwirth verloren, der zu VW nach Wolfsburg wechselte. Das nun der Projektverantwortliche das Unternehmen verlässt, muss als Rückschlag für Apple gewertet werden.

Gleichzeitig werden die Skeptiker gestärkt, die es sowieso für unwahrscheinlich halten, dass Apple ein eigenes Auto entwickelt. Die Margen in diesem Bereich seien viel zu klein, als dass sich Apple auf das Experiment einlassen würde. Auf der anderen Seite sind Mobilitätsdaten heiß begehrt, was auch der Grund ist, warum Google ein eigenes Auto baut und Apple bereits mit seinem CarPlay in die Autos drängt.

Das Apple Car ist ein offenes Geheimnis: Bisher gibt es zwar keine offizielle Bestätigung, dass Apple überhaupt an einem Auto arbeitet. Aber im Silicon Valley geht man fest davon aus, dass Apple zumindest ein Entwicklungsprogramm in diese Richtung laufen hat: Mehr als 1.800 Mitarbeiter sind an einem Standort in Sunnyvale zusammengezogen, den Apple extra angemietet hat und der nur einen Steinwurf von den Entwicklungszentralen von Mercedes und anderen Hersteller liegt.

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